VR-Makro, Digicams und neue Bildbearbeitungssoftware von Nikon
Zur Fotomesse PMA stellt der Kamerahersteller eine ganze Reihe neuer Produkte vor, darunter ein Makroobjektiv für Spiegelreflexkameras, diverse Kompaktkameras und neue Software zur RAW-Bearbeitung und Bildverwaltung.
Nikon präsentiert kurz vor Beginn der US-Fotomesse PMA in Orlando im US-Bundesstaat eine ganze Reihe neuer Produkte, darunter ein Makroobjektiv für Spiegelreflexkameras sowie diverse Kompaktkameras.
Mit dem per leisem Ultraschallmotor innenfokussierenden und bildstabilisierten Makroobjektiv AF-S VR Micro-Nikkor 105 mm f/2.8G IF-ED hat Nikon einen potenziellen Knüller für sein F-Spiegelreflexsystem im Angebot. Ein goldfarbenes N weist auf die Vergütung der Linsen mit einer Nanokristallschicht hin. Voraussichtlich ab April im Handel, ist es mit 850 Euro sogar etwas günstiger als das weiterhin erhältliche 105er-Makro, das wegen des zusätzlichen Blendenrings für Besitzer älterer Nikon-F-Kameras interessant bleiben dürfte.
Außerdem wartet Nikon mit diversen Kompaktkameras auf: Mit der Coolpix L2, L3 und L4 gibt es drei neue Modelle der Einsteigerserie, die alle mit einem 2-Zoll-Display, einem 3-fach-Zoom, Nikons gesichtserkennendem Autofokus sowie der Schattenaufhellungsfunktion D-Lighting ausgestattet sind. Außerdem lassen sich gewöhnliche AA-Batterien und SD-Karten verwenden. Unterschiedlich ist bei den Modellen neben der äußeren Gestaltung lediglich die Anzahl der Pixel und der interne Speicher. Während die 250 Euro teure L2 Bilder mit 6 Megapixeln aufzeichnet, bringt der Sensor der knapp 210 Euro kostenden L3 Motive noch mit 5,1 Millionen Bildpunkten auf die Speicherkarte. Besitzer der L4 müssen sich für 160 Euro mit einer Auflösung von 4 Megapixeln begnügen.
Die Coolpix S5 und S6 als Mitglieder der Ultrakompaktklasse mit senkrecht eingebautem 3,5-fach-Zoom bieten ein 2,5-Zoll- respektive ein 3-Zoll-Display. Bei der S6 besteht außerdem die Möglichkeit, Bilder über die 802.11b/g-kompatible WLAN-Schnittstelle an den Computer zu schicken. Nikon verlangt für die S5 rund 370 Euro und für die S6 knapp 450 Euro.
In der "Performance"-Klasse bekommen die Modelle Coolpix P3 und P4 ebenfalls 2,5"-LCDs verpasst. Beide Modelle lösen Bilder mit 8,1 Megapixeln auf, ihr 3,5-fach-Zoom ist jetzt auch mit einem optischen Bildstabilisator (Nikon-Speak: Vibration Reduction, VR) versehen. Während die P4 rund 350 Euro kosten wird, bekommt man für zusätzliche 50 Euro die P3 mit integriertem 802.11b/g-fähigem WLAN-Interface.
Mit Capture NX stellen die Japaner außerdem eine komplett neu gestaltetet Software zur Bearbeitung von RAW-Daten im Nikon Electronic Format (NEF) vor. So soll die U-Point-Technik dem Benutzer von Capture NX das Setzen sogenannter Kontrollpunkte erlauben, um damit automatisch bestimmte Bildteile selektieren und anschließend isoliert bearbeiten zu können. Dies soll die bislang umständliche Bearbeitung mit Überlagerung und Maskierung zumindest teilweise ersetzen. Alle Bearbeitungsschritte werden zusammen mit der NEF-Datei gespeichert und lassen sich nachträglich einzeln verändern. Ab Mai soll Capture NX für knapp 150 Euro erhältlich sein.
Für 50 Euro gibt es das erweiterte Bildverwaltungs und -betrachtungsprogramm Nikon View Pro, das auch mit großen Bilddateien im JPEG-, TIFF, oder NEF-Format zurechtkommen soll. Die Software soll außerdem durch gute Cache-Verwaltung Index-Bilder extrem schnell laden und umfangreiche Möglichkeiten zum Bildvergleich sowie zur Bearbeitung von IPTC-Daten bieten. (mhe)