Mobilfunker experimentieren mit Femtozellen-Technik
Vodafone setzt große Hoffnungen in die Femtozellen-Technik und will im Rahmen einer Versuchsreihe in Spanien das persönliche UMTS-Netz testen.
Die großen Mobilfunknetzbetreiber experimentieren mit Femtozellen, kleinen Sendestationen für eine eigene Mobilfunkzelle in der Wohnung. Anrufe und Datenverkehr im Bereich der Heimstationen können über eine parallel bestehende Breitbandverbindung geroutet werden. Im Zeitalter von Musik- und Videodownloads, von denen sich auch die Mobilfunker große Geschäfte versprechen, erwarten die Netzbetreiber steigenden Datenverkehr auf den Netzen und suchen nach Möglichkeiten der Entlastung. Vodafone und O2 kündigten auf dem Mobile World Congress erste Testreihen mit der Technik an.
Der Mobilfunk-Provider Vodafone setzt große Hoffnungen in die Technik, mit der Privat- und Business-Nutzer in naher Zukunft ein eigenes Heim-UMTS-Mobilfunknetzwerk errichten können sollen. Auf dem Mobile World Congress (MWC) kündigte der Provider eine groß angelegte Testreihe in Spanien an. In Zukunft sollen Femtozellen das eigene Zuhause mit Internet in DSL-Geschwindigkeit versorgen, kostengünstige Handy-Gespräche ermöglichen oder an das herkömmliche UMTS-Netz übergeben. Des Weiteren könnte man mit Hilfe einer Femtozelle Gebiete außerhalb des Funknetzes mit einfachen Mitteln eingliedern.
Auch der Wettbewerber O2 startet erste Versuche mit der Technik. Der Carrier will mit Femtozellen sein Netz entlasten, indem Datenverkehr und Gespräche im Bereich der Zelle über einen Breitbandanschluss geroutet werden. Im Sommer sollen erste Versuche in 500 britischen Haushalten starten, bei Erfolg die von NEC gelieferten Sendestationen dann Anfang 2009 in den Handel kommen, laut einem Bericht der Times für rund 50 Pfund (ca. 67 Euro).
AuĂźer Vodafone oder O2 machen sich auch Unternehmen wie Google und Ericsson stark fĂĽr die Femtozellen-Technik. (vbr/c't) / (dal)