Software-Genossenschaft TowerByte will Umsatz verdoppeln
Die von ehemaligen Intershop-Mitarbeitern gegrĂĽndete Genossenschaft wuchs innerhalb von sieben Monaten von zehn auf 15 Mitgliedsunternehmen, die fĂĽr 2006 einen Gesamtumsatz von zehn Millionen Euro anstreben.
Die von ehemaligen Mitarbeitern der Intershop AG im vergangenen Juni gegrĂĽndete Software-Genossenschaft TowerByte in Jena hat sich nach eigener Ansicht als Sammelbecken fĂĽr ExistenzgrĂĽnder etabliert. Die Zahl der Firmen in dem Verbund sei innerhalb von sieben Monaten von zehn auf 15 gestiegen, teilte TowerByte-Vorstand Reinhard Hoffmann am Dienstag in Jena mit. In diesem Jahr strebten die Genossenschaftsmitglieder eine Umsatzverdopplung auf etwa zehn Millionen Euro an. Die Zahl der Mitarbeiter in den Firmen aus dem Bereich Software und Informationstechnologie soll bis Jahresende von derzeit 90 auf 130 wachsen.
Die im vergangenen Jahr ins Genossenschaftsregister eingetragene TowerByte eG will sich künftig stärker auf Technologien zur elektronischen Abwicklung von Geschäftsprozessen (E-Business) konzentrieren. Ziel sei es, die Kompetenzen im Softwaregeschäft für Internetanwendungen in der Region auszubauen.
Die Genossenschaft fungiert dabei als eine Art Gründerzentrum. Sie organisiert für die zumeist jungen Firmen die technische Infrastruktur von der Anmietung von Räumen über Internetzugänge bis zum Reinigungsservice. "Wichtig ist vor allem der fachliche Austausch von Gleichgesinnten auf dem Gang", sagte Hoffmann.
Verschiedene Aufgaben bis hin zu Entwicklungsprojekten, Vertrieb, dem Austausch von Fachleuten oder der Personalsuche würden zusammen organisiert. Seinen Sitz hat TowerByte im ehemaligen Intershop-Hochhaus in der Industrie- und Universitätsstadt. "Dort ist auch noch Platz für Zuwachs." Mitglieder der Genossenschaft sind unter anderem jmedia, die sich auf Marketing-Programme spezialisiert hat, Ageto/Truition für Vertriebs-Software oder ubemis als Dienstleister. (dpa) (ssu)