Großkonzerne starten Open-Patent-Initiative für den Umweltschutz
Im Rahmen des "Eco-Patent Commons"-Projekts geben Unternehmen wie IBM, Sony und Nokia bislang patentgeschützte Techniken frei, mit denen umweltverträglichere Produkte hergestellt werden können.
Der IT-Konzern IBM hat gemeinsam mit dem in Genf ansässigen World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) und weiteren Großunternehmen eine Initiative zur freien Verwendung von Patenten gestartet, die bislang Techniken schützen, mit denen umweltverträglichere Produkte hergestellt werden können. Unterstützt wird die auf den Namen "Eco-Patent Commons" (PDF-Datei) getaufte Initiative unter anderem von Sony und Nokia. Die Unternehmen stellen zunächst rund 30 Patente zur Verfügung, die über eine Website des WBCSD abgerufen werden können. Der World Business Council, dem etwa 200 Firmen angehören, setzt sich für Ökoeffizienz, Innovation und gesellschaftliche Unternehmensverantwortung ein.
IBM, das allein im vergangenen Jahr 3125 US-Patente zugesprochen bekam, bringt beispielsweise eine Technik zur Herstellung von recyclebarem Verpackungsmaterial in das Projekt ein. Nokia stellt ein Patent zur Wiederverwendung von Mobiltelefon-Komponenten in Taschenrechnern oder PDAs zur Verfügung. Eine Teilnahme am Projekt "Eco-Patent Commons" steht sowohl Firmen als auch Einzelpersonen offen – vorausgesetzt, man überlässt der Allgemeinheit Patente auf Techniken, die einen Beitrag zum Umweltschutz leisten können. Dies können etwa Verfahren zum Energiesparen, zur Verringerung von Schadstoffemissionen oder auch zur Wiederverwertung von Materialien sein. (pmz)