NexentaCore 1.0: Hybrid-System mit Solaris-Kernel und Linux-Tools
Das Nexenta-Projekt schmiedet aus einem OpenSolaris-Kernel und einer Ubuntu-Umgebung eine Hybrid-Distribution, die die VorzĂĽge beider Systeme vereinen soll.
Das Nexenta-Projekt hat mit der Veröffentlichung von Nexenta Core Platform 1.0 (NexentaCore) einen Release-Meilenstein erreicht. Die Hybrid-Distribution kombiniert einen OpenSolaris-Kernel mit einem Ubuntu-Linux und integriert auch Solaris-Highlights wie das Dateisystem ZFS. Das ISO-Image steht auf den Projektseiten zum Download bereit.
Das System basiert auf dem Solaris-Kernel Build 82 und Ubuntu 6.06 "Dapper Drake". Die Entwickler haben eine Reihe von Patches von Build 83 bereits integriert. NexentaCore 1.0 zeigt sich, was die Systemanforderungen angeht, mit einem 32- oder 64-Bit-System der x86/x64-Architektur mit minimal 256 MByte Arbeitsspeicher und einem CD-ROM-Laufwerk recht genügsam. Die Distribution lässt sich auch als DomU oder Dom0 (32 Bit) unter der Virtualisierungslösung Xen betreiben. NexentaCore ist in erster Linie als stabile Basis für Server und Spezialanwendungen gedacht. Wer damit ein Desktop-System aufsetzen will, kann das grafische Grundsystem Xorg und die Desktop-Umgebung Gnome mithilfe des apt-Paketmanagers nachrüsten. (akl)