Messe Frankfurt startet virtuellen Ableger
Die Messe Frankfurt denkt daran, ihre neu gestartete Internet-Plattform nicht allein für ihre eigenen Messen zu nutzen, sondern zu einer deutschlandweiten virtuellen Messe zu erweitern.
Die Messe Frankfurt GmbH hat sich jetzt auch einen eigenen virtuellen Ableger geschaffen: Heute ging die Website productpilot.com ans Netz. Messechef Michael von Zitzewitz sagte, seit 800 Jahren sei es die Aufgabe der Messe Frankfurt, Angebot und Nachfrage zusammenzuführen. Das solle jetzt auch im Internet das ganze Jahr über und nicht nur an den drei oder vier Messetagen ermöglicht werden.
Zunächst startet das neue Portal mit den Eigenveranstaltungen der Messegesellschaft am Messeplatz Frankfurt/Main: Heimtextil, Beautyworld, Christmasworld, Paperworld und Ambiente. Insgesamt sollen im ersten Jahr rund 20.000 Aussteller mit 120.000 Produkten über die Suchmaschine zu finden sein. Später will man auch die Aussteller der Messen im Ausland, wo die Messe Frankfurt siebzig ihrer jährlich 120 Messen veranstaltet, aufnehmen. Die Aufnahme in das virtuelle Messegeschehen kostet pro Messezyklus (1 oder 2 Jahre) 350 Euro. Allerdings müssen die Hersteller selbst der Messe Frankfurt die für die Pflege ihres Auftrittes notwendigen Informationen liefern.
Das Angebot auf der Website hat auch einen Bereich mit aktuellen Branchen-Nachrichten sowie einen geschlossenen für registrierte Fachbesucher, der ihnen den direkten Kontakt mit den Herstellern ermöglicht. "Diesen Bereich wollen wir durchaus zu einer Community zum Austausch und zum persönlichem Networking ausbauen", erläuterte von Zitzewitz.
Doch denken die Frankfurter, wie im Gespräch mit heise online betont wurde, durchaus daran, ihre neue Plattform nicht allein für ihre eigen Messen zu nutzen. Vielmehr halte man es für möglich, productpilot.com zu einer deutschlandweiten virtuellen Messe zu erweitern, auf der sich die Aussteller aller deutschen Messen darstellen können. (Hermann Wygoda) / (jk)