Boursorama übernimmt 77,4 Prozent von Onvista

Für 138 Millionen Euro geben vier Großaktionäre ihre Anteile ab. Ein Angebot für die Übernahme der restlichen Anteile der Kleinaktionäre soll noch folgen. Onvista soll mit Fimatex zusammengelegt werden.

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Der französische Online-Finanzdienstleister Boursorama will mit Hilfe von Onvista, einem der während des Börsenbooms der Internet-Economy groß gewordenen Portale, sein Geschäft in Deutschland ausbauen. Laut Mitteilung übernimmt er von den vier Großaktionären 77,4 Prozent der Onvista AG, Eigentümer des Finanzportals onvista.de. Die Transaktion werde 138 Millionen Euro kosten. Die übrig geblienen Anteilseigner sollen ebenfalls ein Übernahmeangebot erhalten, bei dem Boursorama ebenso wie bei den Großaktionären 20,60 Euro je Aktie zahlt.

Die Onvista Group erzielte laut Mitteilung 2006 rund 14,1 Millionen Euro Umsatz, das waren 45 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Das Nettoergebnis betrug 1,6 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2007 setzte Onvista 11,3 Millionen Euro um und erzielte ein Nettoergebnis von 1,9 Millionen Euro. Boursorama gehört zur Großbank Société Générale. Die Franzosen sind seit 1997 auf dem deutschen Markt mit ihrer Online-Broker-Tocher Fimatex präsent. Das Unternehmen plant, das Onvista-Geschäft in Deutschland mit Fimatex zusammenzufassen. (anw)