W3C verabschiedet Anfragesprache SPARQL
Mit der "SPARQL Query Language for RDF" als Recommendation hat das World Wide Web Consortium eine Sprachspezifikation verabschiedet, die den Zugriff auf RDF-Daten, das W3C-Framework fĂĽrs semantische Web, realisieren soll.
- Henning Behme
Mit der Freigabe der SPARQL Query Language for RDF als Recommendation – das Konsortiumswort für Standard – hat das World Wide Web Consortium eine Sprachspezifikation zur Verfügung gestellt, die den Zugriff auf RDF (Resource Description Framework)-Daten, das W3C-Framework fürs semantische Web, realisieren soll.
SPARQL, auszusprechen wie das englische Wort sparkle (funkeln, glitzern), ist insofern datenbankunabhängig, als die Sprache auf RDF-Speicher zugreift, die unter anderem Ergebnis beliebiger (in RDF gewandelter) DB-Anfragen sein können. Die Presseerklärung des Konsortiums zitiert dessen Chef, Tim Berners-Lee, mit den Worten: "Zu versuchen, das semantische Web ohne SPARQL zu nutzen, ist wie zu versuchen, ein relationales DBMS ohne SQL zu nutzen".
Das Semantic Web ist nach Vorstellung von Berners-Lee und anderen das kommende Web, das es dank RDF, der OWL und SPARQL Maschinen erlaubt, Webdokumente zu "verstehen".
SPARQL-Implementierungen der Anfragesprache liegen bereits vor, sowohl kommerziell wie auch als Open Source. (hb)