Adobe macht mobil
Mit Flash Home und Flash Cast 2 zeigt Adobe zwei Anwendungen seiner neuen Mobile Platform für ressourcenschwache Mobilgeräte.
Auf dem Mobile World Congress in Barcelona stellt Adobe derzeit zwei neue Techniken vor, bei denen Flash auf Mobilgeräten zum Einsatz kommt. Flash Home verschönert den Startbildschirm von Handys und reichert statische Hintergründe mit aktuellen Daten aus dem Internet an. Dienstanbieter und Benutzer haben die Möglichkeit, sich ihren mobilen Begleiter individuell anzupassen, etwa durch Nachrichten, Wetterberichte oder Branding. Flash Cast, eine Server-Push-Lösung für Mobilgeräte, ist in Version 2 erschienen. Gegenüber der Vorgängerversion ist der Client schlanker und schneller geworden und passt seine Channels dem jeweiligen Gerät besser an.
Im Hintergrund beider Dienste steht die neue Flash-Plattform für Mobilgeräte: Adobe Mobile Platform. Die Client-Seite, der Adobe Mobile Client soll im Vergleich zu Flash Lite (dem Flash-Player für Smartphones) auch auf ressourcenschwächeren Geräten laufen und ist für das Zusammenspiel mit einem neuen Mobile Server optimiert. So begnügt sich die Anwendung mit 1,5 MByte Speicherplatz und 850 KByte RAM auf einem 75 MHz-ARM7-Prozessor; das Betriebssysteme soll keine Rolle spielen, getestet sind bisher unter anderem S60 und BREW 3. Die dazu passende, aber nicht vorausgesetzte Serverlösung Adobe Mobile Server läuft auf Solaris-, BEA-WebLogic- und Oracle-10g-Maschinen. Zu den Referenzkunden zählen MTV, Nasdaq, eBay, Reuters und Dolce & Gabbana.
Nach Angaben von Adobe ist ist Flash derzeit auf etwa 450 Millionen Mobilgeräten installiert; 80 Prozent aller neuen Handys seien für Flash Lite 3 geeignet. (heb)