Vier Superzoomer von Fujifilm
Gleich vier Kameras mit großem Brennweitenbereich hat Fujifilm für das Frühjahr angekündigt. Die 20- und 30-fach-Zoomer kommen in unterschiedlichen Formaten und Ausstattungsvarianten.
Eines haben die Messeneuheiten gemeinsam, die Fujifilm im Vorfeld der CP+ angekündigt hat: den großen Zoombereich. Bei der Bauform teilt der Hersteller die Kameras gleichmäßig auf kompakte Reisezooms und Bridge-Kameras auf.
(Bild: Fujifilm)
Finepix F900EXR
Die F900EXR liefert auf einem 1/2-Zoll großen BSI-CMOS-Sensor eine Auflösung von 16 Megapixeln. Mittels EXR-Anordnung lassen sich je nach Aufnahmesituation mehrere Pixel zusammenfassen um beispielsweise das Bildrauschen zu verringern. Da Fujifilm auf dem beweglich gelagerten Sensor Pixel für einen Phasenautofokus untergebracht hat, soll die Kamera besonders schnell fokussieren. Je nach Situation wird auf den langsameren, aber genaueren Kontrastautofokus ausgewichen.
Als Megazoom-Kamera bietet die F900EXR einen 20-fach Zoom, der einen Brennweitenbereich von 25–500mm abdeckt, die Lichtstärke liegt dabei zwischen f/3.5 und f/5.3. Die Belichtungseinstellungen kann der Fotograf entweder der Kamera überlassen oder dank P/A/S/M-Wahl teil- und vollmanuell wählen. Eine frei belegbare Taste und Zugriff auf die am häufigsten genutzten Funktionen erleichtern die Bedienung. Einen Sucher zur Bildkontrolle bietet die Kamera nicht, allerdings liefert das 3-Zoll große LC-Display eine hohe Auflösung von 920.000 Subpixeln.
Die Seriebildrate liegt mit voller Auflösung bei 11 Bildern pro Sekunde, allerdings ist nach fünf Fotos erstmal Schluss. Videos landen in Full-HD mit 30 Bildern pro Sekunde auf der Speicherkarte.
Die F900EXR ist mit einem WLAN-Modul ausgestattet und kann Bilder auf mobile Geräte und den PC übertragen, wenn die entsprechende App beziehungsweise das notwendige Programm von Fujifilm installiert wurde.
Ab Mitte April soll die Finepix F900EXR für 350 Euro in Schwarz, Rot und Champagner im Handel erhältlich sein.
Um die Unterschiede bei der F850EXR zu finden muss man genau hinschauen. Hier hat Fujifilm noch eine ältere Version des CMOS-Sensors eingebaut, wodurch die Kamera wegen der fehlenden Phasen-Fokus-Sensoren nur mit Kontrastautofokus scharf stellt. Auflösung und Sensorgröße bleiben allerdings gleich und auch die Bildstabilisierung mittels Sensor-Shift ist bei der F850 vorhanden. Lediglich die Serienbildrate ist mit neun Bildern pro Sekunde geringer. Verzichtet hat Fujifilm auch auf die WLAN-Funktion, was sich zusammengenommen im 70 Euro günstigeren Preis widerspiegelt.
Die Finepix F850EXR soll ab Mitte April in Schwarz, Rot und Weiß für 280 Euro in den Handel kommen.
(Bild: Fujifilm)
Finepix S6800
Ohne EXR-Sensor, dafür mit noch mehr Zoom und in einem größeren Gehäuse kommt die S6800. Der beweglich gelagerte CMOS-Sensor ist im Vergleich mit den EXR-Travelzooms etwas kleiner (1/2,3-Zoll) löst aber trotzdem 16 Megapixel auf. Mit einem Zoomfaktor von 30 deckt die Kamera einen Brennweitenbereich von 24–720mm ab (vergl. Kleinbild), die maximale Blendenöffnung liegt dabei zwischen f/3.1–f/5.9. Leider ist das Zoom nur per Zoomwippe oder Taste am Objektiv zu bedienen und bietet drei Geschwindigkeitsstufen. Trotz großen Gehäuses verzichtet Fujifilm auch bei der S6800 auf einen Sucher, das 3-Zoll Display liefert mit 460.000 Pixeln eine mäßige Auflösung.
Die Belichtungseinstellung orientiert sich klassentypisch an DSLR-Kameras und lässt mit P/A/S/M-Modi alle Freiheiten. Die hat der Fotograf auch bei der Stromversorgung, nämlich ob Akkus oder Batterien in den vier Schlitzen landen.
Die Finepix S6800 soll ab Mitte April in Schwarz für 230 Euro erhältlich sein.
Finepix S4800
Eine noch abgespecktere Version ist die S4800. Hier findet die Belichtung auf einem 1/2,3-Zoll CCD-Sensor mit 16 Megapixeln statt, der wie bei allen Neuvorstellungen per Sensor-Shift gegen Verwacklungen arbeitet. Videoaufzeichnungen sind mit der Kamera nur in 720p möglich. Auch bei der S4800 fehlt ein Sucher und das 3-Zoll große Display ist mit 230.000 Subpixeln relativ grob geraten. Der Brennweitenbereich des 30-fach Zooms ist der gleiche wie bei der S6800 (24–720mm) und auch die Lichtstärke ist identisch.
Für einen empfohlenen Preis von 180 Euro soll die Finepix S4800 ab April in Schwarz erhältlich sein. (tho)