Applied Materials mit deutlich weniger Gewinn

Der Nettogewinn des kalifornischen Ausrüsters der Halbleiterindustrie ist im abgelaufenen Quartal um 35 Prozent auf umgerechnet 180,5 Millionen Euro gesunken. Stark zugenommen haben unterdessen die Neuaufträge im LCD- und Solar-Bereich.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Der kalifornische Halbleiterindustrie-AusrĂĽster Applied Materials hat im abgelaufenen Quartal deutlich weniger verdient als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Unter Einberechnung von Sonderausgaben fĂĽr KostensenkungsmaĂźnahmen, die unter anderem die Entlassung von rund 1000 der weltweit 14.500 Mitarbeiter in diesem Jahr vorsehen, sank der Nettogewinn um 35 Prozent auf 262,4 Millionen Dollar (180,5 Millionen Euro) oder 19 US-Cent je Aktie. Der Umsatz gab im Jahresvergleich um 8,3 Prozent auf 2,09 Milliarden US-Dollar (1,44 Milliarden Euro) nach.

Trotz der Rückgänge bei Umsatz und Gewinn zeigte sich Konzernchef Mike Splinter zuversichtlich: "Wir haben uns in einem schwierigen Marktumfeld gut behauptet." Um die starken Auftragsschwankungen der Chipindustrie besser abfedern zu können, konzentriert sich Applied Materials inzwischen stärker auf den LCD-Markt sowie die Solarzellen-Produktion. Von den rund 2,5 Milliarden US-Dollar, die im abgelaufenen Quartal als Neuaufträge verzeichnet wurden, entfallen 555 Millionen Dollar (Versechzehnfachung gegenüber dem Vorjahresquartal) auf den LCD- und 260 Millionen (Verachtfachung gegenüber dem Vorjahresquartal) auf den Solar-Bereich.

Zuletzt hatte Applied Materials die Übernahme des italienischen Herstellers von Maschinen und Fertigungslinien für die Produktion von Photovoltaik-Elementen, Baccini S.p.A, für 225 Millionen Euro bekannt gegeben. "Das laufende Geschäftsjahr ist ein Schlüsseljahr für uns", erklärte CEO Splinter bei der Bekanntgabe der Quartalszahlen. Aufgeschlüsselt nach regionalen Märkten ist Taiwan mit 32 Prozent der Neuaufträge derzeit der größte Abnehmer von Applied-Materials-Produkten, gefolgt von den USA (20 Prozent) und Südkorea (14 Prozent). Europäische Firmen zeichnen für 11 Prozent der Neuaufträge verantwortlich. (pmz)