Fraktal schärfen und vergrößern: Neue Plug-ins von onOne Software

Die Plug-ins für Adobe Photoshop, Photoshop Elements, Lightroom und Apple Aperture sollen dem Fotografen starke Vergrößerungen ohne Verlust des Schärfeeindrucks oder das nachträgliche Verschieben von (Un-)Schärfeebenen ermöglichen.

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Von
  • Carsten Meyer

Statt einer linearen oder bikubischen Interpolation nutzt GenuineFractals 6 Professional von onOne Software eine patentierte Fraktal-Interpolation zur Bildskalierung, die Muster im Bild aufgreift und zur Neuberechnung fehlender Bildinformationen nutzt. Laut Hersteller können mit GenuineFractals Bilddateien ohne Verlust des Schärfeeindrucks auf bis zu 1000 Prozent vergrößert werden, das Verfahren arbeite zudem schneller und präziser als alle anderen Algorithmen. Die neue Version ist ab sofort in deutscher Sprache für PC und Mac verfügbar. Zu den neuen Features der Version 6 zählen die Keilrahmen-Funktion zum Bedrucken von Leinwänden, die Kachel-Funktion für den Posterdruck, die Stapelverarbeitung sowie die Integration in Lightroom und Aperture. Zusätzlich werden CMYK-Dateien für den professionellen Druck unterstützt.

Die Keilrahmen-Funktion erleichtert das Drucken auf Leinwände, in dem sie die Randbereiche des Bildes spiegelt oder streckt. So können die Ränder später problemlos um den Keilrahmen gelegt werden, ohne dass Bereiche des eigentlichen Bildes verlorengehen oder hässliche Ränder entstehen. Mit der Kachel-Funktion kann ein Bild so aufgeteilt werden, dass Poster auch von kleinerformatigen Druckern ausgegeben werden können. Hierzu muss der Anwender lediglich angeben, welches Papierformat verwendet wird und wieviel sich die einzelnen Kacheln überschneiden sollen. GenuineFractals 6 Professional kann als Plug-in für Adobe Photoshop, Photoshop Elements, Lightroom und Apple Aperture genutzt werden. Die Einzelplatzversion von GenuineFractals 6 Professional kostet als Download 159,95 Euro, die Boxversion inklusive gedrucktem Handbuch ist 10 Euro teurer.

Ein weiteres neues Produkt des Herstellers ist das Plug-in FocalPoint, das es dem Fotografen ermöglicht, in jedem Bild nachträglich Schärfentiefe, Fokusebene und selektiven Fokus zu kontrollieren. Die Fokuskontrolle soll dabei ähnlich wie mit einem Objektiv funktionieren. Der "FocusBug" als Hauptwerkzeug verschiebt durch Drag & Drop den Fokusbereich, mit Schiebereglern lassen sich Art und Intensität der Unschärfe von einer einfachen Weichzeichnung bis hin zur Bewegungsunschärfe einstellen. Unschärfen lassen sich auch anhand eines Verlaufs graduieren, so dass der Effekt eines Tilt-Shift-Objektivs oder einer Fachkamera simuliert werden kann, Alle Einstellungen erfolgen in Echtzeit. FocalPoint ist als Plug-in für Adobe Photoshop, Photoshop Elements, Lightroom sowie Apple Aperture zum Preis von 139,95 Euro als Download oder für 149,95 Euro als Boxversion mit gedrucktem Handbuch erhältlich. Jede Lizenz berechtigt zum Einsatz auf zwei Rechnern. Ein Bundle aus GenuineFractals, FocalPoint und der Maskierungssoftware Mask Pro 4 soll knapp 300 Euro kosten. (cm)