Skripte für Android erstellen mit ASE
Mit Googles neuer Entwicklungsumgebung, dem Android Scripting Environment, lassen sich einfache Applikationen für Android-Smartphones direkt auf dem Gerät entwickeln und ausführen.
Mit dem neuen Android Scripting Environment (ASE) von Google können Besitzer eines Android-Smartphones Skripte in Python, Lua und BeanShell auf dem Gerät schreiben und ausführen. Diese haben Zugriff auf viele der Android-APIs und lassen sich zum Beispiel einsetzen, um Aktivitäten zu starten, SMS-Nachrichten zu verschicken, Telefonate zu starten, Text in Sprache umzusetzen (TTS) sowie um den aktuellen Standort und andere Sensor-Informationen auszulesen. Unterstützung für Ruby und JavaScript steht auf der Planungsliste.
Mit ASE will Google Entwicklern eine Möglichkeit an die Hand geben, einfache Anwendungen für Android zu erstellen, ohne dafür einen Rechner mit Android-Emulator benutzen zu müssen. Die Umgebung besteht aus einem Editor mit einem Script-Manager. Dieser kann Verknüpfungen zu fertigen Skripten auf der Android-Startseite ablegen, sodass sich diese bequem starten lassen. Von den drei momentan unterstützen Sprachen kann nur BeanShell direkt auf Androids Java-API zugreifen. Durch JSON-RPC-Aufrufe (AndroidFacade) zu einem Proxy (AndroidProxy) haben Python und Lua jedoch Zugriff auf zumindest bestimmte Teile der API.
Einige Beispielskripte auf der Projektwebseite zeigen, wie man mit LUA den Klingelton abstellt, wenn das Smartphone mit dem Display nach unten auf den Tisch gelegt wird und wie man mit Python einen Google-Talk-Gesprächsfaden ausliest. Das Android Scripting Environment ist noch nicht über den Android Marketplace erhältlich, lässt sich aber von der Projektwebseite auf Google Code herunterladen. ASE steht unter der Apache-Lizenz, Version 2. (akl)