Microsoft muss in China vor Gericht

Es geht um geistiges Eigentum und Lizenzen fĂĽr ein in Windows verwendetes Eingabesystem fĂĽr chinesische Schriftzeichen.

vorlesen Druckansicht 72 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.

Das chinesische Unternehmen Zhongyi Electronic verklagt Microsoft wegen Urheberrechtsverletzungen. Die Chinesen werfen Redmond vor, ein geschĂĽtztes Verfahren zur Eingabe chinesischer Schriftzeichen mit einer alphanumerischen Tastatur westlicher Bauart zu nutzen, ohne dafĂĽr Lizenzen zu zahlen, berichtet die Nachrichtenagentur Xinhua. Ein Gericht in Beijing habe die Klage zugelassen, aber noch keinen Termin angesetzt, heiĂźt es weiter. Microsoft weise die VorwĂĽrfe zurĂĽck.

In der Klage geht es um das von Zhongyi vermarktete Eingabesystem Zhengma, das bei Windows für die Darstellung von chinesischen Schriftzeichen zum Einsatz komme, berichtet Xinhua. Zhengma übersetzt Eingaben auf westlichen Tastaturen in chinesische Schriftzeichen. Die Software und entsprechende Zeichensätze seien das Hauptprodukt des Unternehmens.

Nach Angaben des Geschäftsführers nutzt Microsoft das Produkt in den Betriebssystemen Windows 95, 98, 2000 und XP. Der Softwareriese zahle seit zehn Jahren nicht mehr für die Nutzung und eine Lizenzvereinbarung gebe es auch nicht. Genaue Forderungen des Klägers sind allerdings nicht bekannt.

Microsoft habe die Anschuldigungen in einer Mitteilung zurückgewiesen, heißt es weiter. Der Softwareriese respektiere geistiges Eigentum und habe seine Verpflichtungen gegenüber Zhongyi erfüllt. Dazu gehörten auch Zahlungen gemäß eines entsprechenden Lizenzvertrages. (vbr)