Cisco wird mehr Netzwerk-Technik los

Der Netzwerk-AusrĂĽster setzt seinen guten Lauf fort. Trotz herausfordendem wirtschaftlichen Umfeld habe Cisco ein Rekordergebnis eingefahren, sagte Konzernchef John Chambers.

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Der weltgrößte Netzwerk-Ausrüster Cisco Systems setzt seinen guten Lauf fort. Im zweiten Geschäftsquartal, das mit dem Januar endete, stieg der Umsatz um 5 Prozent auf 12,1 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar um 44 Prozent auf unterm Strich 3,1 Milliarden Dollar (derzeit rund 2,3 Milliarden Euro) zu. Der große Sprung kam auch durch eine Steuergutschrift zustande.

Cisco habe Rekordergebnisse in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld eingefahren, erklärte Konzernchef John Chambers am Mittwoch am Firmensitz in San Jose. Das Unternehmen profitiert unter anderem von der wachsenden Bedeutung von Cloud-Diensten. Die Aktie stieg nachbörslich leicht.

Cisco profitiert auch davon, dass international erfolgreiche Wettbewerber aus China wie Huawei und ZTE in den USA unter einem Generalverdacht stehen. So bezeichnete ein Ausschuss des Repräsentantenhauses einige chinesische Netzwerk-Ausrüster als "Bedrohung für die nationale Sicherheit" und sprach die Empfehlung aus, dass Regierungsstellen keine Geräte und Dienstleistungen dort einkaufen sollten. Huawei und ZTE hatten die Vorwürfe zurückgewiesen.

Dabei ist es noch gar nicht lange her, dass Cisco der Prügelknabe der Börse war. Die Investoren waren mit den Gewinnen unzufrieden. Firmenchef Chambers stieß daraufhin 2011 einen Umbau an, dem unprofitable Geschäftszweige und Tausende Mitarbeiter zum Opfer fielen. Zuletzt verkaufte der Konzern seine Tochtergesellschaft Linksys an den Computerzubehör-Spezialisten Belkin. Linksys stellt Netzwerk-Technik für Heimanwender und kleinere Betriebe her und passte damit nicht mehr in Ciscos Ausrichtung, sich ganz auf das Geschäft mit Unternehmenskunden zu konzentrieren.

Gleichzeitig ging Cisco jedoch auch auf Einkaufstour und verleibte sich insgesamt vier Unternehmen ein: Im November 2012 wurden Cariden Tech, Cloupia und Meraki geschluckt, Ende Januar folgte dann die AnkĂĽndigung der Ăśbernahme von Cognitive Security. (mit Material von dpa) / (axk)