Konsortium soll Kerberos weiterentwickeln
Ein Zusammenschluss mehrerer Firmen und Universitäten setzt sich künftig für die Weiterentwicklung des Authentifizierungsdienstes Kerberos ein. Die Zahl der Kerberos-Projektmitarbeiter soll von fünf auf 14 steigen.
Das am Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelte Authentifizierungsprotokoll Kerberos wird künftig von einem Konsortium weiterentwickelt, an dem sich das MIT, die Universitäten Stanford und Michigan sowie die Firmen Google, Sun, Centrify, TeamF1 und das Financial Services Technology Consortium beteiligen. Auch Apple hat laut einer Mitteilung Hilfe zugesagt.
Bislang trug das MIT die Hauptlast bei der Fortentwicklung von Kerberos: Fünf Mitarbeiter kümmerten sich um Fehlerbeseitigung, Dokumentation und den Einbau neuer Funktionen in die Open-Source-Software. Künftig soll die Zahl der Mitarbeiter auf 14 steigen. Ziele sind eine bessere Dokumentation, Kompatibilitäts- und Interoperabilitätstests sowie verstärkte Anstrengungen bei der Standardisierung. Diese Arbeit soll in den nächsten sieben Jahren rund 21 Millionen US-Dollar verschlingen, die das Konsortium bei Firmen einwerben will.
Kerberos wurde vor rund 20 Jahren von Clifford Neuman und Steve Miller entwickelt und liegt mittlerweile in Version 5 vor (RFC 4120). Das Protokoll authentisiert ĂĽber einen Kerberos-Server nicht nur einen Client gegen einen Server, sondern auch den Server gegen den Client. Es wird vor allem in Netzwerken eingesetzt, die fĂĽr jedermann offen sind und wenig Sicherheit bieten. (rek)