Jedes zehnte iPhone geht entsperrt nach China
Noch verkauft Apple das iPhone nicht in China, trotzdem erfreut es sich dort bereits großer Beliebtheit.
Ende 2007 sollen im Netz des größten chinesischen Mobilfunk-Providers China Mobile etwa 400.000 Apple iPhones im Einsatz gewesen sein. Das berichtet das Marktforschungsunternehmen In-Stat in seinem Rundbrief vom Freitag. Das würde etwa 10 Prozent der von Apple verkauften Geräte entsprechen. Offenbar würden professionelle iPhone-Schleuser die Geräte in USA kaufen, sie entsperren und damit für den Einsatz in beliebigen GSM-Netzen vorbereiten und dann nach China verschiffen.
Laut In-Stat schätzten chinesische Kunden besonders den Unterhaltungs- und Internet-Faktor des iPhone. Sie seien außerdem bereit, dafür hochpreisige Geräte zu erwerben. In-Stat schätzt diesen Markt allein im Netz von China Mobile auf 28 Millionen Kunden.
Der Markt scheint also reif zu sein für das schicke Designer-Smartphone aus Kalifornien. Bereits im Dezember 2007 hatte es Gespräche über einen Vertrieb des iPhone durch China Mobile gegeben, sie sind aber Mitte Januar abgebrochen worden.
Apple kostet jedes entsperrte iPhone bares Geld. Das Unternehmen verdient nämlich nicht nur am Verkauf, sondern erhält von den Mobilfunk-Providern auch einen Anteil vom Gesprächsumsatz mit den Geräten. (adb)