Viele ehemalige BenQ-Mobile-Mitarbeiter noch immer ohne Job

Ein Jahr nach der Insolvenz des Handy-Herstellers BenQ Mobile hat nach DGB-Angaben nur rund die Hälfte der entlassenen Mitarbeiter einen neuen Arbeitsplatz gefunden.

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  • dpa

Ein Jahr nach der Insolvenz des Handy-Herstellers BenQ Mobile haben nach DGB-Angaben viele ehemalige Mitarbeiter Probleme, einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) NRW, Guntram Schneider, sagte am Samstag bei einer Demonstration am ehemaligen BenQ-Mobile-Standort Kamp-Lintfort, besonders die wenig qualifizierten Mitarbeiter hätten bislang keine Beschäftigungsperspektive. Die Hälfte der rund 3300 entlassenen Arbeitnehmer habe eine neue Arbeitsstelle gefunden, darunter vor allem Ingenieure und Techniker.

Schneider begrüßte den Plan der Europäischen Kommission, den Arbeitnehmern mit 12,8 Millionen Euro zu helfen. Er forderte darüber hinaus weitere "arbeitsmarktpolitische Hilfestellungen, damit niemand langzeitarbeitslos wird". Es dürfe auch nach Ende dieses Jahres kein Ex-BenQ-Mobile-Mitarbeiter in die Arbeitslosigkeit gehen, betonte Schneider. Ende 2006 hatten mehr als 3300 Beschäftigte wegen der Pleite des Mobilfunkherstellers, der zuvor von Siemens an das taiwanesische Unternehmen BenQ verkauft worden war, ihren Arbeitsplatz verloren. (dpa) / (ll)