Anders & Rodewyk treiben das Thema Blade-Server im Channel aktiv voran

Als neuer OEM-Partner von IBM konzentriert sich das Systemhaus aus Hannover auf den Vertrieb von Blade-Lösungen über den Channel. Anders & Rodewyk stehen dem Handel dabei nicht nur als Distributor sondern auch mit umfassendem Support zur Seite.

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Unter der Marke ModularPower ist das hannoversche Systemhaus seit gut 5 Jahren aktiv im Markt für Blade-Server-Systeme. Anders & Rodewyk stützten sich dabei auf eine enge Kooperation mit Intel. Nach dem Rückzug von Intel aus dem Blade-Geschäft musste sich das Systemhaus nach einem anderen starken Partner umsehen. Ende 2007 konnten Anders & Rodewyk dann eine Vereinbarung mit IBM erzielen und damit einen Wunschpartner gewinnen, der Kontinuität garantiert.

Intel und IBM sind Entwicklungs- und Fertigungspartner in Sachen Blade-Server – die Systeme beider Hersteller waren schon in der Vergangenheit nahezu identisch und wurden auch gemeinsam unter der Regie von IBM produziert. "Es ist problemlos möglich, die Blades von Intel in einem Chassis von IBM zu betreiben – oder umgekehrt", betont Jens Rodewyk, Geschäftsführer von Anders & Rodewyk. Als frisch gebackener OEM-Partner von IBM kommt das Systemhaus auch künftig in den Genuss intensiver Unterstützung durch den Hersteller.

So werden Anders & Rodewyk die Blade-Server direkt ab Werk von IBM beziehen und auch die Bereitstellung der zugehörigen OEM-Firmware für Fachhandelspartner wie auch Endkunden abwickeln. Denn das Systemhaus vertreibt die Blade-Server-Lösungen nicht nur selbst direkt an Unternehmen, sondern fungiert nicht zuletzt aufgrund der umfassenden Expertise auch als Value Added Distributor für die Rechner. In dieser Funktion hatten Anders & Rodewyk in den vergangenen 5 Jahren als Premier Partner von Intel den Absatz der Blade-Systeme maßgeblich vorangetrieben.

Das Systemhaus aus Hannover zählte dabei zu den größten Vertriebspartnern von Intel. "Letztlich waren die Stückzahlen insgesamt aber doch zu gering, denn Intel wollte den Blade-Server-Vertrieb als Volumengeschäft betreiben – so wie bei den Rack-Systemen", erläutert Rodewyk Intels Beweggründe für den Rückzug aus dem Blade-Markt. Dass sich die Systeme bis heute nicht für den Massenmarkt eignen, liegt am immer noch hohen Beratungsaufwand, den eine Blade-Lösung erfordert, wenn sie auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten sein soll.

Denn Blade-Server bieten zwar flexible Aufrüstmöglichkeiten und lassen sich vielseitig in den unterschiedlichsten Applikationsumgebungen einsetzen, damit die Systeme aber auch optimale Leistung bringen, ist im Einzelfall eine detaillierte Konfiguration nötig. Sehr hilfreich dabei ist der Einsatz einer Virtualisierungssoftware wie etwa VMware. Sie erlaubt eine rasche Installation der einzelnen Server sowie die flexible und effiziente Nutzung der vorhandenen Ressourcen. Als "VMware Enterprise VIP"-Partner konnten Anders & Rodewyk in diesem Umfeld tiefgreifendes Know-how aufbauen, das auch Fachhandelspartnern offensteht.

"Wir schätzen vor allem den sehr guten Support von Anders & Rodewyk", erklärt Gerald Zögl, von der LB-systems GmbH aus Wien. "Durch die eigene Lagerhaltung der Systeme kann Anders & Rodewyk uns stets zeitnah Blade-Server zur Verfügung stellen", ergänzt Zögl. Die LB-systems GmbH betreibt bei einem Kunden in Österreich eine der größten Blade-Server-Farmen. Interesse an einer engeren Zusammenarbeit in Sachen IBM-Blades zeigt auch Manuel Ohnacker, Business Development Manager der Pan Dacom Networking AG aus Dreieich: "Wir sind selbst kein IBM Business Partner, die Blades wären aber eine optimale Ergänzung zu unseren Server- und Storage-Netzwerk-Lösungen", erläutert Ohnacker und spekuliert zudem auf günstigere Bezugskonditionen, die sich durch den OEM-Partnerstatus von Anders & Rodewyk ergeben sollten. (map)