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SAP verwaltet Akten für Außendienstler

Das Unternehmens-Softwarehaus SAP hat am heutigen Montag ein eigenes Dokumentenmanagementsystem angekündigt, das besonders die Büroarbeit mit Mobilgeräten erleichtern soll.

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Von
  • Hans-Peter Schüler

Das heute auf dem Mobile World Congress vorgestellte DMS SAP Mobile Documents soll allen mobil arbeitenden Bürokräften eines Unternehmens als gemeinsamer Anlaufpunkt für den Zugriff auf geschäftliche Dokumente dienen. Die Anwendung funktioniert laut Ankündigung als eigenständiges System, also ohne zum Beispiel auf die Datenbank-Engine hinter einer SAP-Unternehmenssuite angewiesen zu sein. Andererseits verzahnt sie sich auf Wunsch mit SAPs Mobilgeräte-Verwaltung Afaria.

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Vor allem soll das System Unternehmens-Admins dabei helfen, zentral gespeicherte Dokumente unter ihrer Kontrolle zu behalten. Andernfalls müssten sie in Kauf nehmen, dass Kollegen die benötigten Unterlagen per E-Mail vom Server auf ihre Mobilgeräte übertragen und dann mehr oder weniger unkontrolliert dort bearbeiten und verbreiten.

Oliver Bussmann, CIO des Walldorfer Software-Riesen erläuterte, das Unternehmen habe mehr als 50 000 mobile Anwender, "und viele äußerten den Bedarf für die Benutzung ihrer Dokumente […] basierend auf ihrer persönlichen Nutzung der beliebten Cloud-Angebote". Daraufhin sei eine interne Anwendung entstanden, die rasch von etwa 10.000 SAP-Mitarbeitern angenommen worden sei. Aus der raschen Verbreitung habe das Unternehmen auf eine bedeutende Marktlücke geschlossen, und die interne IT-Abteilung habe sich mit den Produkt-Entwicklungsteams zusammengetan, um das System zur Marktreife zu bringen.

Folgende Features wies die heutige Ankündigung als "geplant" aus:

  • ein Software Development Kit, mit dem sich Funktionen zur Dokumenten-Verbreitung in SAP- und andere Anwendungen einbetten lassen,
  • individuelle Synchronisation, mit der sich jeder Anwender über ein persönliches Sortiment von Dokumenten auf dem Laufenden halten kann,
  • Unternehmens-öffentlichte Dokumente“, die sich an vorkonfigurierte Adressatengruppen verteilen lassen,
    erleichterter Datenaustausch mit anderen Contentmanagementsystemen wie SAP Netweaver oder Microsoft Microsoft SharePoint,
  • und offenbar als Vorlagen gedachte sichere Use cases für den persönlichen Dateizugriff etwa auf SharePoint 2010.

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