Dekonstruktion als Wettbewerb
Schon vorbei, trotzdem interessant. Die Deconstruction ist ein 48 Stunden-Wettbewerb im Auseinander- und Zusammenbauen. Teilnehmen können alle, die ein Team, ein Projekt und eine Werkstatt haben und 48 Stunden lang auf Schlaf verzichten könnten.
- Elke Schick
Am vergangenen Wochenende, also vom 22. bis zum 24. Februar, fand die Deconstruction statt. Dabei handelt es sich um eine Art Hackathon, der allerdings dezentral ist und von einem Studio aus online moderiert und gesendet wird. Alle teilnehmenden Teams erhalten eine eigene Seite auf der Website der Deconstruction und müssen dort den Entstehungsprozess ihres Projekts dokumentieren. Eingereicht wird am Ende ein zusammenfassendes Abschluss-Video. Neben dem Gesamtpreis werden Preise in den Kategorien 'Problemlösung', 'Großartigkeit', 'Best in Internets' und 'Junge Maker' vergeben. Außer dem Hauptpreis, einem 40 Watt Laser-Cutter, ist für die meisten Kategorien zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar, woraus die Preise bestehen.
Der Veranstalter, Jason Naumoff, hat Ende der 90er Jahre mit der Organisation von Extrem-Sport-Wettbewerben begonnen und interessiert sich inzwischen mehr für die Maker-Scene. Ähnliche Veranstaltungen wie die Deconstruction hat er auch schon in New York für Red Bull organisiert und das Konzept scheint gut anzukommen. Für die Deconstruction haben sich dieses Jahr 50 Teams angemeldet. Für die Teams außerhalb der USA scheint es allerdings aufgrund der Zeitverschiebung zum Teil zu Schwierigkeiten gekommen zu sein.
Die Art der Projekte, die die Teams innerhalb der 48 Stunden des Wettbewerbs umsetzen sollen, ist frei wählbar. Wichtiger als die Frage, ob ein Kunstwerk oder eine Maschine eingereicht werden, ist die Dokumentation der Projektentwicklung und die Umsetzung der Dekonstruktion im Projekt. Explizit gewünscht sind Beiträge, die den Fokus auf bestimmte zu dekonstruierende Vorstellungen legen. Schön ist es, dabei zuzusehen wie die Teams auf unvorhergesehene Probleme stoßen und diese lösen.
Uns haben naturgemäß die Beiträge der Hacker und Maker am Besten gefallen. Auf den Websites der Teams findet man alles vom DRM Chair, der sich nach 8 Benutzungen selbst zerstört über den Tree of Technology, der aus zerlegtem Elektroschrott besteht bis zum Kaffeeröster aus einer Popcorn-Maschine. Auch nach Ablauf des Wettbewerbs sind die Dokumentationen noch gut für viel Inspiration und Amüsement. Unser derzeitiger Favorit: Die unten stehende Szene in der Dokumentation vom Team Not in the Face, in der eine LED trotz fleißiger Zerstörungsversuche einfach nicht mehr ausgeht.
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(esk)