Sony setzt auf OLEDs

Sony will den OLED-Bereich weiter ausbauen und investiert dazu ĂĽber 200 Millionen Dollar in seine Fabrik im japanischen Higashiura.

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Sony will seinen Bereich für organische LEDs (OLEDs) ausbauen: Ab Mitte des fiskalischen Jahres 2008, also etwa ab Herbst dieses Jahres, will der Unterhaltungsriese rund 22 Milliarden Yen (etwa 204 Millionen US-Dollar) investieren. Ziel sei es, künftig größere OLED-Panels für Fernseher und andere AV-Produkte anbieten zu können. Der seit Dezember 2007 in sehr kleinen Stückzahlen in Japan erhältliche Fernseher XEL-1 mit organischem Schirm zeigt lediglich 11 Zoll, also 28 Zentimeter in der Diagonalen. Um hier größere Schirmflächen herstellen zu können, sollen mit der Finanzspritze die Techniken zur Abscheidung der lichtemittierenden Schichten und zur Fertigung von LTPS-Transistoren (Low Temperature PolySilicon) im Werk der Sony Mobile Display Corporation (SMD) weiterentwickelt werden.

Das Werk im japanischen Higashiura, das Sony 1997 zusammen mit Toyota Industries als 50/50 Joint Venture ST Liquid Crystal Display Corporation (ST LCD) gegründet hat, ist Ende 2007 mit dem 2005 gegründeten 80/20 Joint Venture ST Mobile Display Corporation (STMD) der beiden Unternehmen zusammengelegt worden und gehört derzeit noch zu 14 Prozent Toyota. Mit Ende des Geschäftsjahres am 31. März 2009 wird die SMD komplett auf Sony übergehen.

Die Glassubstrate, aus denen bei SMD organische Panels geschnitten werden, haben eine Größe von 600 mm × 720 mm und von 550 mm × 650 mm. Zum Vergleich: Aktuelle LCD-Fabriken der siebten und achten Generation nutzen Substratgrößen bis 2200 mm × 2500 mm; Sonys OLED-Fab entspricht einer LCD-Fabrik der Generation 3,5 respektive 3. Bis März 2010 will Sony die Produktionstechnik für größere OLED-Schirme in seiner SMD-Fabrik implementieren.

Das japanischen Unternehmen forscht seit fast 15 Jahren an den organischen Displays und hatte 2001 sein erstes OLED-Display vorgestellt. Künftig will der Hersteller auf diesem Gebiet eine führende Rolle einnehmen, sieht seine aktuellen OLED-Fernseher allerdings eher als Prestigeobjekt. Denn Geld verdienen kann das Unternehmen mit den Geräten derzeit kaum, da die Fertigung noch etliche Probleme aufwirft. (uk)