Elster 68 antwortet nicht [2. Update]

Die Webserver der Finanzämter zur Entgegennahme digitaler Steuererklärungen und -Anmeldungen unter den Adressen www.elster.de und www.elsteronline.de sind nach einer Ausfallzeit wieder erreichbar.

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Von
  • Hans-Peter SchĂĽler

Wer seine Steuererklärung digital zum Finanzamt schicken will, hat zurzeit schlechte Karten. Nach dem Aufruf von www.elster.de erscheint lange Zeit gar nichts im Browserfenster, dann ein Hinweis, man werde weitergeleitet, und schließlich die Fehlermeldung 404 mit dem Kommentar, der Server sei unter dem Port 443 nicht ansprechbar, womöglich sei das Netzwerk außer Betrieb.

Versuche, den Datenkanal bis zum Server auszuloten, drangen bis zum zuständigen Nameserver durch, der offenbar in Betrieb ist, weitere Auskünfte aber derzeit verweigert. Sondierungen am Nameserver vorbei direkt in Richtung Elster-Server 62.157.211.68 gingen dagegen vollkommen ins Leere.

Ein Leser, der uns auf die Lage hinwies, hatte noch die Auskunft ergattern können, es gehe um ein Sicherheitsupdate – mehr als wir bei zwischenzeitlich eingetretenem Feierabend im zuständigen Düsseldorfer Finanzrechenzentrum und der Münchner Oberfinanzdirektion herausfinden konnten. Handfeste Informationen über Gründe und Dauer des Serverausfalls sind im Augenblick nicht in Erfahrung zu bringen.

[Update:] Seit Mittwochvormittag (23. Januar) sind die Server wieder online. Wie heise online inzwischen erfahren hat, war der Grund für die Auszeit wohl eine geplante Wartung. Die Betreiber haben die Unterbrechung nach Leserberichten im Voraus auf der Elster-Website bekannt gegeben, nur half das leider denjenigen Nutzern nicht weiter, die sich weniger häufig auf den Elster-Seiten bewegen, den Voraus-Text nicht wahrgenommen haben und dann während der Wartungszeit an der Kontaktaufnahme gescheitert sind.

[2. Update:] Mittlerweile erklärte uns Roland Krebs, der federführend verantwortliche Verfahrensmanager für Elster, lediglich die Elster-Infoseiten seien am Dienstagnachmittag vom Netz abgehängt worden, weil neue Software aufgespielt wurde. Davon seien zwar auch die maßgeblichen Nameserver und die Website www.elsteronline.de betroffen gewesen, die Besucher normalerweise zur Datenübergabe auf das Elsterportal durchstellt. Wer jedoch dessen Adresse als Lesezeichen gespeichert habe, hätte den Dienst durchgehend in Anspruch nehmen können. (hps)