Netzwerkanalysespezialist NetQoS startet Expansionskurs in Deutschland
Der amerikanische Spezialist für die Netzwerkanalyse will seine Geschäftsaktivitäten in Zentraleuropa ausbauen und setzt dabei auf die Kooperation mit dem Channel. In Deutschland startet NetQoS zunächst mit 2 eigenen Mitarbeitern.
Die Appliance-Lösungen des amerikanischen Spezialisten für die Netzwerkanalyse helfen bei der Ursachenforschung für Leistungsengpässe in Netzwerkinfrastrukturen. "Dabei ermitteln wir zunächst den individuellen Basiswert für eine Umgebung, um beurteilen zu können, ob bestimmte Reaktionszeiten oder Datendurchsätze wirklich auf konkrete Probleme in dem spezifischen Netzwerk zurückzuführen sind", erläutert Steve Harriman, Vizepräsident Marketing bei NetQoS.
Der Hersteller geht nach dem Motto "Performance first" vor, denn "um die Ausfallsicherheit und Qualität von Netzwerken kümmern sich andere", betont Harriman. Die NetQoS-Systeme liefern IT-Administratoren beispielsweise konkrete Informationen, ob etwa eine Applikation wie SAP oder VoIP zu den Leistungseinbußen beiträgt. Solche wertvollen Informationen nutzen mittlerweile über 800 NetQoS-Kunden weltweit.
Das 1999 gegründete Unternehmen konzentrierte sich bisher vornehmlich auf Großkunden sowie größere Mittelständler und war im Wesentlichen auf dem heimischen US-Markt aktiv. "In den vergangenen 5 Jahren konnten wir unseren Umsatz jährlich um fast 70 Prozent steigern und sind damit deutlich schneller gewachsen als der Markt", unterstreicht Harriman. Vor knapp 2 Jahren entschloss sich NetQoS, nun auch den europäischen Markt zu erschließen.
Die Expansion in Europa startete mit einer Niederlassung in Großbritannien, in der mittlerweile 5 Mitarbeiter tätig sind. "Jetzt kündigen wir offiziell unseren Markteintritt in Deutschland an und haben dafür bereits einen Sales Manager sowie einen Systemingenieur eingestellt", ergänzt Paul O’Reilly, Vertriebsdirektor EMEA bei NetQoS. In der Vergangenheit waren die Produkte des Hersteller hierzulande schon durch einen Channel-Partner vertreten. Die Münchner Firma ICS betreut einen Großteil der rund 40 deutschen NetQoS-Kunden – darunter T-Systems, Datev und Bosch. Seit 2006 vertreibt auch die Horus-Net GmbH aus Remagen die Appliances des US-Herstellers.
Das Partnernetzwerk soll nun gezielt um Value Added Reseller (VAR) und Systemintegratoren ausgebaut werden. Neben der traditionellen Unternehmensklientel will NetQoS dabei aber auch zunehmend kleine und mittlere Firmenkunden erreichen. "Einen speziellen Fokus richten wir auch auf Service Provider, die unsere Produkte selbst verwenden oder auch für das Angebot von Managed Services für ihre Kunden nutzen", erläutert O’Reilly. Überlegungen dazu gäbe es beispielsweise schon bei T-Systems.
Eine weltweite Vertriebs- und Entwicklungspartnerschaft verbindet NetQoS zudem mit Cisco – unter anderem im Bereich der Wide Area Application Services (WAAS). Der Netzwerkausrüster verwendet die Produkte nicht nur zur Verwaltung seiner eigenen Infrastruktur, sondern empfiehlt sie auch seinen Channel-Partnern. "Dadurch kommen wir in Projekten auch immer wieder mit Cisco-Partnern ins Geschäft", verrät NetQoS-Manager Harriman. (map)