US-Rechenzentrumsbetreiber entdecken das Energiesparen

Vertreter amerikanischer Rechenzentren haben sich getroffen, um Maßnahmen zur Energieeinsparung zu diskutieren. Dabei kamen auch seltsame und eher abwegig erscheinende Möglichkeiten zur Sprache.

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Von
  • Frank Möcke

Vertreter amerikanischer Rechenzentren haben sich einem Bericht der New York Times zufolge versammelt, um Maßnahmen zur Energieeinsparung zu diskutieren. Anlass ist, dass sich der Energieverbrauch durch den Einsatz von Mikroprozessoren in Jahresfrist um 16% erhöht. In den letzten drei Jahren sind die Energiepreise in den USA um 12% gestiegen.

So kommen vor allem die Betreiber von Rechenzentren auf ganz neue Gedanken: Aufbereitung des Kühlwassers für andere Zwecke, Nutzung von billigerem Nachtstrom, um Eis herzustellen, das tags die Luft für die Klimatisierungsgeräte vorkühlt. Möglich sei auch, Rechenzentren auf Schiffe auszulagern, um die Abluft im Ozeanwasser abzukühlen.

Bessere Kühlsysteme seien aber die erfolgreichversprechenden Wege. Allein schon ein verbessertes Abluftsystem, das kühlende Luft und Abluft in voneinander getrennten Kanälen transportiere, könnte Energie einsparen. Oracle testet bereits entsprechende Vorrichtungen bei den Servern, Yahoo versucht, durch genauere Messungen der Luftfeuchtigkeit und der Arbeitstemperaturen an ausgewählten Punkten des Serverraums, Wärmeinseln aufzuspüren, um so den Kühlaufwand vermindern zu können.

Und dann könne man ja auch ganz schlicht einmal auf den Gedanken kommen, die Fenster zu öffnen, die Außenluft zu filtern und ihr Feuchtigkeit zu entziehen, zitiert die New York Times einen Experten für Energieeinsparung von Sun. Es sei schon kurios, dass man bei einer Außentemperatur von 18 Grad die Kühlanlagen ungerührt weiter betreibe. (fm)