PC-Hersteller gründen Allianz für PC-Spiele

Um Marketing-Strategien gegen den schrumpfenden PC-Spielemarkt zu koordinieren, haben Hardware-Hersteller wie Intel, AMD, Nvidia, Acer, Dell sich mit Spieleherstellern Activision, Microsoft und Epic Games zur "PC Gaming Alliance" verbündet.

vorlesen Druckansicht 300 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.

Führende PC- und Hardware-Hersteller haben zusammen mit PC-Spiele-Entwicklern und Publishern auf der Game Developer Conference in San Francisco die Gründung der PC Gaming Alliance bekannt gegeben. Zu den Gründungsmitgliedern gehören Acer, Activision, AMD, Dell, Epic Games, Intel, Microsoft und Nvidia. Die PGGA will das neue weltweite Sprachrohr für PC-Spiele werden und Marketing-Strategien für PC-Spiele und die dazu nötigen Hardware-Komponenten koordinieren. Zu ihren Aufgaben zählt die PCGA auch den Kampf gegen Produktpiraterie, illegale Kopien und die Verbesserung des Kunden-Erlebnisses. So wolle man die Kennzeichnungen der PC-Spiele für die minimalen Hardware-Anforderungen vereinfachen.

Laut Selbstdarstellung wolle man auch Daten und Statistiken für Analysten und Journalisten erarbeiten, die den PC als Spieleplattform bewerben. "Wir wollen den Trugschluss beseitigen, dass der PC-Spielemarkt im Sterben liege," erklärte Randy Stude von Intel auf der GDC-Veranstaltung. Stude untermauerte seine These mit Marktzahlen, nach denen der Umsatz des PC-Spielemarktes in den USA im vergangenen Jahr um 12 Prozent auf 2,7 Milliarden US-Dollar gestiegen sei. Laut Stude hätten PC-Spiele 30 Prozent der gesamten Umsätze des Video- und Computer-Spielemarktes in den USA erwirtschaftet, die demnach 2007 bei 9 Milliarden US-Dollar liegen müssten.

Studes Zahlen stehen jedoch im krassen Widerspruch zu Statistiken, die das Marktforschungsinstitut NPD Group Anfang des Jahres veröffentlicht hatte. Nach denen konnten die Publisher 2007 mit PC-Spielen in den USA lediglich 911 Millionen US-Dollar umsetzen, 6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Damit erzielten PC-Spiele in den USA lediglich einen Anteil von 5 Prozent der Umsätze am gesamten Videospielemarkt, der aufgrund der boomenden Konsolenverkäufe in den USA 2007 um 43 Prozent auf 17,94 Milliarden US-Dollar wuchs (doppelt so viel wie in den Statistiken der PCGA). Die NPD Group berücksichtigt in ihren Statistiken allerdings keine Online-Verkäufe und Einnahmen, die durch gebührenpflichtige Spiele wie World of Warcraft entstehen. Ebenso fehlen die Umsatzzahlen der Online-Konsolen-Dienste Xbox Live, Playstation Network und Nintendos Virtual Console. (hag)