AOC/MMD: Zwei Marken – Nur noch ein Vertrieb
Die Monitormarken AOC und Philips/MMD, Tochterunternehmen des weltgrößten Monitorherstellers TPV, werden künftig in der DACH-Region nur noch über einen Vertrieb vermarktet.
Die Monitormarken AOC und Philips/MMD haben künftig nur noch einen gemeinsamen Vertrieb. Die Vertriebszusammenlegung soll vor allem Ressourcen bündeln und bei einem weiterhin schrumpfenden Markt für Monitore in DACH für eine gesunde Basis sorgen. "Zwei getrennte Organisationen, zwei Vertriebler beim gleichen Reseller, das machte auf Dauer keinen Sinn mehr", sagt Stefan Tiefenthal, Sales Director DACH bei MMD/AOC. Dafür mussten beide Unternehmen die Vertriebsstruktur ändern. Vertriebler müssen nun lernen, beide Marken zu vermarkten und sich künftig als Mitarbeiter von AOC-Philips vorzustellen. AOC hat zur Zeit in etwa 90 Konfigurationen im Programm, Philips/MMD ungefähr 70.
Bevor die Unternehmen, beides Tochtergesellschaften von TPV, ihren Vertrieb zusammenlegten, führten sie viele Gespräche mit Kunden. "Wir haben uns da beraten lassen und bei den Fachhändlern genau hingehört, wie sie sich eine solche Organisation vorstellen," erläutert der Vertriebsmanager. Bestellvorgänge, Services im Bezug auf Garantieleistungen und Logistik wurden in diesem Zuge vereinheitlicht. Dagegen stand es nach Aussagen von Stefan Tiefenthal nie zur Diskussion, eine der beiden Marken aufzulösen oder sie zu verschmelzen. Die Produkte aus dem Hause Philips/MMD werden auch weiterhin als high-quality den B2B-Sektor adressieren, während AOC mit der gleichen Paneltechnologie eher auf den Consumerbereich ausgerichtet ist. "So wollen wir vor allem unsere Flexibilität, besonders bezogen auf den Preis, erhalten. Wir vergleichen das mit VW: Der Passat ist der Absatzschlager, aber auch der Octavia ist gefragt und das macht auch Sinn", erklärt Tiefenthal. "Wir wollen schließlich dem Fachhandel etwas zum Verdienen geben und machen das Margensystem daher so attraktiv wie möglich!"
Das Unternehmen lebe 100prozentig vom Monitorgeschäft, so Tiefenthal weiter. Der Partner müsse natürlich die Unterschiede beider Marken, sofern er sie auch beide anbiete, erklären können. Dafür haben AOC und Philips/MMD sehr viel Geld für Schulungen in die Hand genommen. Setzt ein Händler zudem 5500 Euro im Jahr mit Produkten von AOC oder MMD um, kann er am Partnerprogramm teilnehmen.
Um den negativen Trend, der das Monitorgeschäft befallen hat, umzukehren will das Unternehmen mehr Personal einstellen. So sollen künftig noch mehr Händler adressiert werden. Zudem ist geplant, mit neuen Produkten, wie beispielsweise sogenannten Smart-Monitoren, im Markt zu punkten. Zudem sieht Stefan Tiefenthal besonders in den Bereichen Education und Healthcare noch viel Potenzial und auch hier sollen noch im Frühjahr neue Produkte vorgestellt werden. Vor allem durch eine Produktvielfalt soll IT im Klassenzimmer bezahlbar gemacht werden, so Tiefenthal weiter. Mit diesen Maßnahmen will AOC/MMD bis Ende des Jahres seinen Marktanteil in der DACH-Region von derzeit 6 auf 10 Prozent erhören. (roh)