Digitales Heimvergnügen ohne Kabel
Das WiMAC@home-Projekt entwickelt ein Funknetz, das Unterhaltungselektronik, Heizungen, Klima- und Alarmanlagen per UPNP vernetzt und steuert. Per WLAN oder RFID soll es außerdem die Position des Benutzers erkennen können.
Das Forschungsprojekt WiMAC@home (Wireless Media and Control at Home) zeigt auf der CeBIT sein bereits auf der IFA 2007 vorgestelltes Funknetz, das Unterhaltungselektronik, Heizungen, Klima- und Alarmanlagen per UPnP vernetzt und steuert. Erste Lösungen für dieses Netz sollen auf dem Fraunhofer-Stand in Halle 9 (Stand B36) zu sehen sein.
Im Mittelpunkt des WiMAC@home-Netzes steht ein neues Fernsehgerät, das nicht nur TV-Programme empfängt, sondern auch Videos und Bilder speichert und diese im Netz bereitstellt. Zudem soll das Gerät Heizungen und Klimaanlagen regeln sowie Alarmanlagen zentral steuern. Alle Geräte im WiMAC@home-Netz richten sich selbstständig über Universal Plug and Play (UPnP) ein und entsprechen den Spezifikationen der Digital Living Network Alliance (DLNA), die besonderen Wert auf das Zusammenspiel von Notebooks, Medienabspielern, TV-Empfängern und Aufnahmegeräten unterschiedlicher Hersteller legen. Damit Musik und Filme immer dort abgespielt werden, wo man sich in der Wohnung gerade aufhält, ermittelt das WiMAC@home-System die Position des Benutzers über WLAN-taugliche Geräte wie Smartphones oder RFID-Transponder.
Für die Übertragung von Video und Musik nutzt WiMAC@home eigens entwickelte Kompressionsverfahren. "Auf der CeBIT zeigen wir HDTV mit beeindruckendem Surroundklang bei niedrigsten Datenraten. Möglich wird dies durch den Einsatz der effizienten Standards MPEG-4 AVC, AAC und MPEG Surround", erläutert Andreas Werner vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS). Neben dem IIS beteiligen sich an WiMAC@home der Unterhaltungselektronikhersteller Loewe Opta, der TV-Verschlüsselungsanbieter Nagravision, der Gebäudesystemtechnik-Ausrüster Weinzierl Engineering und das Institut für Rundfunktechnik (IRT). Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) fördert das Projekt finanziell und präsentiert es auf seinem CeBIT-Stand (Halle 9, Stand A25). (rek)