WamS: Lehrer kaum auf Computer vorbereitet
Berlins Lehrer sind nur schlecht auf den Einsatz moderner Computertechnik eingestellt, schreibt die "Welt am Sonntag".
Berlins Lehrer sind nur schlecht auf den Einsatz moderner Computertechnik an ihren Schulen eingestellt. Vielen Pädagogen fehlten Zeit und Interesse an entsprechenden Fortbildungskursen, schreibt die "Welt am Sonntag". "Nur jeder zehnte der rund 34 000 Lehrer kann mit dem PC einigermaßen gut umgehen", sagte Joachim Thoma, der Verantwortliche für Medieneinsatz an den Schulen in der Senatsschulverwaltung, der Zeitung.
Nach Angaben des Berliner Instituts für Lehrerfort- und Weiterbildung wurden im vergangenen Schuljahr 2500 der rund 34.000 Pädagogen geschult, zumeist jedoch nur in den elementaren Grundlagen des PC-Umgangs. Statistisch kommt auf 50 Schüler der Hauptstadt nur ein Computer, heißt es in dem Zeitungsbericht. Der unterrichtsbegleitende PC-Einsatz in wichtigen Fächern, international längst üblich, sei in Berlin die Ausnahme. "Wenn wir nicht aufpassen, geraten unsere Kinder auf dem europäischen Arbeitsmarkt gefährlich ins Hintertreffen", warnt Erwin Staudt, Chef der IBM Deutschland.
In den skandinavischen Ländern wird statistisch gesehen ein Rechner von maximal zehn Schülern genutzt. In Paris liegt das Verhältnis Computer zu Schülern an den Gymnasien bei 1:12. Großbritannien verzeichnet an 62 Prozent der Grund- und 93 Prozent der Oberschulen Internetzugang. England investiert im kommenden Jahr 1,05 Milliarden Euro in die Computer-Ausstattung, Frankreich 250 Millionen Euro. Alle 16 deutschen Bundesländer zusammen, so vergleicht die "Welt am Sonntag", geben bisher pro Jahr jedoch zusammen nur 40 Millionen Euro für Computer an Schulen aus. (cp)