agito BPMO stellt das Geschäftsobjekt in den Mittelpunkt
Das neue BPM-Produkt des Berliner Start-up-Unternehmens agito versteht sich als Java-Framework für Anwendungen im Bereich interaktiver Geschäftsprozesse. Als BPMN-Prozess-Engine kommt Activiti zum Einsatz.
- Alexander Neumann
Das Berliner Start-up agito hat mit dem BPM-Produkt agito BPMO (Business Process Managed Object) ein neues Java-Framework für Anwendungen im Bereich interaktiver Geschäftsprozesse angekündigt, das den Fokus auf die Anwendungsentwicklung und vor allem die den Prozessen zugrunde liegenden Geschäftsobjekte legt. Das damit verbundene Ziel sollen eine effiziente Anwendungsentwicklung, langfristige Wartbarkeit und eine niedrige Einstiegshürde für interaktives Prozessmanagement zwischen Fachbereich und IT sein.
Wie camundas diese Woche vorgestellte BPM-Plattform verwendet agito BPMO die quelloffene BPMN-Prozess-Engine Activiti. Allerdings liegt camunda BPM nun ein Fork von Activiti zugrunde. Auch versteht versteht agito sein Werkzeug eher als als Ergänzung zu einer BPM-Engine, wodurch laut Geschäftsführer Jörg Burmeister Techniken wie Activiti, camunda BPM, aber auch andere BPM-Engines wie SAP NetWeaver BPM willkommene Integrationsszenarien sind.
agito BPMO setzt auf eine Kombination aus Modellierung und individuellem Programmcode. Wichtige Elemente einer Anwendung wie Persistenz, Business-Layer/Logik, Benutzerschnittstelle und Prozessinteraktion sind abgedeckt, ohne dass der Anwendungsentwickler sich von Grund auf damit beschäftigen müsste. Fortlaufende Prozessänderungen lassen sich durch die Versions- und Migrationsfunktionen abbilden.
Die Technik soll innerhalb des zweiten Quartals dieses Jahres verfĂĽgbar sein. Wie bei camunda BPM soll ein Teil des Produkts quelloffen sein, wichtige andere Teile "on top" mĂĽssen lizenziert werden. Der Umfang der Open-Source-Komponenten ist allerdings noch nicht definiert. (ane)