Fußball feuert Fernseherverkäufe an

Laut GfK und gfu kann die Unterhaltungselektronikbranche eine positive Bilanz nach der Fußball-EM ziehen. Die deutlich zweistelligen Wachstumsraten wurden vor allem von großformatigen Flachbild-TVs angetrieben.

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Für die Unterhaltungselektronikbranche hat sich die Fußball-EM hierzulande gelohnt – zu diesem Ergebnis kommen jedenfalls die Marktforscher der GfK Marketing Services sowie der gfu (Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik). Die bereits vorliegenden Zahlen für den Monat Mai weisen eine Steigerung der Verkaufszahlen um 22 Prozent aus – allein von TV-Geräten. Trotz weiterhin sinkender Durchschnittspreise erzielten die Anbieter dabei ein Umsatzplus von 37 Prozent, denn vor allem großformatige Flachbildfernseher (ab 37 Zoll Bilddiagonale) waren besonders gefragt – sie machen 60 Prozent des Gesamtumsatz aus.

"Das sportliche Top-Ereignis hat Absatz und Umsatz insbesondere von Fernsehgeräten beschleunigt, wobei sich der Trend zu größeren Bildschirmklassen sogar noch verstärkte", betont Dr. Rainer Hecker, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu. Im Vorfeld der Europameisterschaft wurden rund eine halbe Million TV-Geräte verkauft – im gesamten ersten Quartal 2008 wurden nur gut doppelt so viele abgesetzt. Den größten Anteil machen LCD-Fernseher aus, deren Absatzzahlen gegenüber dem Mai 2007 um fast 60 Prozent auf etwa 370.000 kletterten. Der Branche bescherte dieser Boom ein Umsatzplus von gut 55 Prozent. Auch Plasmafernseher sind weiterhin stark gefragt: Während die Verkaufszahlen um 35 Prozent zulegen konnten, stiegen die Umsätze aufgrund des stärkeren Preisverfalls jedoch nur 17 Prozent. (map)