Ver.di droht der Telekom mit Streik

Sollte die Telekom Teile der T-Systems-Tochter verkaufen wollen, droht ver.di mit Arbeitskampf.

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  • Benjamin Benz

Wie die Wirtschaftszeitung Euro am Sonntag berichtet, droht die Gewerkschaft ver.di der Deutschen Telekom mit umfassenden Streiks, falls diese die T-Systems-Sparte Systemintegration verkauft: "Falls es auf einen Verkauf bei T-Systems hinausläuft, ist ein Großkonflikt vorprogrammiert", zitiert Euro am Sonntag den ver.di-Bundesvorstand und stellvertretender Aufsichtsratschef der Telekom, Lothar Schröder.

Am kommenden Mittwoch will Reinhard Clemens seine Pläne zum Umbau der T-Systems-Tochter dem Aufsichtsrat der Telekom vorlegen. Euro am Sonntag geht davon aus, dass ein Verkauf bis zu 18.000 Mitarbeiter betreffen könne. Schröder befürchtet, dass in den kommenden Jahren bis zu 35.000 Arbeitsplätze bei der Telekom gestrichen werden könnten. Insbesondere rechnet die Gewerkschaft mit Kürzungen in Zentralbereichen wie der Buchhaltung oder der Mitarbeiterfortbildung.

Derzeit liegt ver.di mit der deutschen Telekom im Clinch um Lohnerhöhungen für die Mitarbeiter in den T-Punkten. In diesen gab es gestern und heute Warnstreiks, eine Einigung ist laut ver.di noch noch nicht in Sicht. Ver.di fordert für die 5.500 betroffenen Arbeitnehmer in den T-Punkten 6,5 Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. (bbe)