IT-Leasingfirma Grenkeleasing ist zuversichtlich
Das starke Wachstum von 19 Prozent im zweiten Quartal habe den schwächeren Start ins Geschäftsjahr wieder ausgeglichen, teilt das Unternehmen heute mit.
Die IT-Leasingfirma Grenkeleasing hat im ersten Halbjahr 2008 sein Neugeschäft deutlich gesteigert. Das Neugeschäft – die Summe der Anschaffungskosten neu erworbener Leasinggegenstände – stieg im Vergleich zum Vorjahr um 13,2 Prozent auf 284 Millionen Euro. Das starke Wachstum von 19 Prozent im zweiten Quartal habe den schwächeren Start ins Geschäftsjahr wieder ausgeglichen, teilte die Grenkeleasing AG am Mittwoch in Baden-Baden mit.
Für das Jahr 2008 geht das Unternehmen weiterhin von einem Gesamtwachstum des Neugeschäfts um mehr als zehn Prozent aus. Haupttreiber dafür seien die Auslandsmärkte mit einem Anteil von 35,1 Prozent. Die Grenke Gruppe ist in 20 europäischen Ländern tätig. Finnland sei jüngst als weiterer Markt hinzugekommen.
Grenkeleasing ist nach eigenen Angaben Marktführer im sogenannten Small-Ticket-IT-Leasing. Dabei geht es um IT-Produkte wie PCs, Notebooks oder Software mit einem Anschaffungspreis von maximal 25000 Euro. Das im SDAX notierte Unternehmen hatte 2007 einen Konzerngewinn nach Steuern von 32,1 Millionen Euro verbucht. Das Neugeschäft war um 10,7 Prozent auf 509 Millionen Euro gestiegen. Grenkeleasing zählte 2007 im Schnitt 411 Mitarbeiter gegenüber 384 im Jahr davor. Das Unternehmen vermietet Notebooks, Drucker, Software und Kopierer.
Deutsche Leasing-Gesellschaften kamen Mitte der 60er-Jahre mit Kugelkopfschreibmaschinen und Registrierkassen ins Geschäft. "Das Leasing wurde damals einfach geschickt verkauft", sagt Friedhelm Westebbe, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) in Berlin. Kleinunternehmer zahlten bequeme monatliche Raten und sparten sich den Gang zur Bank. "Büromaschinen und EDV-Artikel waren früher das Leasing-Objekt überhaupt."
Mittlerweile sind Autos zum Leasing-Objekt Nummer eins aufgestiegen und haben die Büromaschinen verdrängt. Immerhin vermieten aber noch 101 Gesellschaften der 180 BDL-Mitglieder IT-Produkte. Dazu gehören Computer genauso wie Drucker, Großrechner, Server und Software. Im vergangenen Jahr wurden in der Branche Verträge im Wert von knapp fünf Milliarden Euro abgeschlossen, 90 Prozent davon von Unternehmern. Sie machten rund acht Prozent aller Leasing-Investitionen aus. (dpa) / (anw)