Entwickler kämpfen weiterhin mit iCloud-Sync

Der Abgleich komplexerer App-Daten über Apples Cloud-Dienst sorgt nach wie vor für Probleme. Einige Entwickler gaben die Integration von iCloud inzwischen auf.

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Knapp zwei Jahre nach der Einführung von iCloud kämpfen Entwickler immer noch mit der Integration von Apples Cloud-Dienst. Zu den jüngsten und prominentesten Beispielen zählt das Entwicklerstudio Black Pixel, das für die Synchronisation des Feedreaders NetNewsWire ebenfalls auf iCloud setzen wollte. "Wir haben beträchtliche Zeit in den Versuch gesteckt, aber die Core-Data-Synchronisation per iCloud wies Schwierigkeiten auf, die wir einfach nicht lösen konnten", schrieb der Entwickler Daniel Pasco. Andere App-Projekte, die ebenfalls den Abgleich komplexerer Datenbanken per iCloud versuchten, stießen auf ähnliche Probleme, wie The Verge in einem Artikel ausführt.

Apple bewirbt nur den Dokumenten-Abgleich per iCloud in den eigenen iWork-Apps

(Bild: Apple)

Apple unterstützt iCloud in seinen iWork-Apps, beschränkt sich dort aber auf den Abgleich von Dokumenten – eine Funktion, die nach Entwicklerberichten auch in Dritt-Apps oft ohne größere Probleme abläuft, zumindest wenn der Nutzer die neuste iOS- und OS-X-Version einsetzt. Nur Apples auf den US-Store beschränkte Trailers-App verwende Core-Data-Sync per iCloud, ergänzt The Verge und verliere teils die von Nutzern gesicherten Favoriten. Externe Faktoren wie unzuverlässige Internetverbindungen oder das Wechseln des iCloud-Accounts durch den Nutzer führen zu zusätzlicher Komplexität beim iCloud-Abgleich – dies erhöht den Supportaufwand der Entwickler und Apples Supportmitarbeiter können in diesen spezifischen Fällen fast nie helfen.

Konkrete Verbesserungen beim Core-Data-Sync hat das Unternehmen bislang nicht in Aussicht gestellt. Wie im vergangenen Jahr, richtet sich die Hoffnung vieler Entwickler auch in diesem wieder auf Apples alljährliche Entwicklerkonferenz WWDC zur Jahresmitte, eine konkrete Terminankündigung liegt für 2013 noch nicht vor. (lbe)