Künstliche Intelligenz soll den GCC beschleunigen

Automatisch generierte optimierende Compiler sollen vor allem auf eingebetteten Systemen zu schnellerem Programmcode führen als manuell erstellte.

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Von
  • Christian Kirsch

Ein gemeinsames Forschungsprojekt von IBM, des französischen INRIA (Institut Nationale de Réchérche en Informatique et en Automatique) und der Universität von Edinburgh will den freien C/C++-Compiler gcc mit Mitteln der Künstlichen Intelligenz beschleunigen. Der Compiler soll "lernen", schnelleren Code zu erzeugen.

Das von der EU mit knapp 1,7 Millionen Euro geförderte Milepost-Projekt hält die Technik vor allem für eingebettete Systeme, etwa Mobilgeräte, für sinnvoll. Ziel sei es, automatisch einen optimierenden Compiler zu bauen, statt wie bislang für jede Plattform von Hand die nötigen Änderungen vorzunehmen. Dazu wird er in der Lernphase mit Trainingsbeispielen gefüttert, die das Continuous Collective Compilation Framework erzeugt. Es wertet dazu verschiedene Optimierungsschalter des Compilers, Ausführungszeiten, Speicherbedarf und andere Metriken aus. Das genaue Vorgehen beschreiben die Forscher in einem PDF-Dokument. (ck)