Online-Erziehungsberatung profitiert von Anonymität
Wer ein Problem hat, bleibt gerne anonym. Darum suchen immer mehr Menschen Hilfe beim Online-Beratungsangebot der Bundeskonferenz fĂĽr Erziehungsberatung.
Eltern und Jugendliche zieht es zum Online-Beratungsangebot der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke). Seit dem Start des bke im Jahr 2004 haben sich mehr als 25.000 Benutzer angemeldet. Das System garantiert Anonymität, damit auch Menschen, die normalerweise keine Beratungsstelle aufsuchen können oder wollen, unbesorgt den ersten Schritt tun können. Bei der Registrierung müssen Interessierte außer Geburtsdatum und Geschlecht keine weiteren persönlichen Daten preisgeben. Angaben zu Beruf, Postleitzahl oder Wohnort sind freiwillig.
Zu den Dienstleistung des Verbands gehören neben Einzelberatungen via E-Mail auch Einzel- und Gruppenchats. Die Beiträge der Foren dürfen auch nichtregistrierte Besucher lesen. Das Angebot ist in die Jugend- und Elternberatung getrennt. Während bei Eltern durch den Austausch mit anderen Betroffenen der Selbsthilfeaspekt im Vordergrund steht, erhalten Jugendliche verstärkt Hilfe durch die Berater. Finanziert wird die Beratungsstelle von den Ländern; freie und kommunale Träger der Kinder- und Jugendhilfe aus ganz Deutschland stellen die Beratungsfachkräfte. (adb)