Mit dem Grid gegen den Krebs

IBM kooperiert mit dem Krebsinstitut von New Jersey, um per Distributed Computing die Krebsforschung voranzutreiben.

vorlesen Druckansicht 82 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Oliver Lau

IBM und das Cancer Institute of New Jersey (CINJ) wollen gemeinsam diagnostische Werkzeuge entwickeln, mit deren Hilfe sich Behandlungserfolge durch Gabe bestimmter Krebsmedikamente besser vorhersagen lassen. Vom computergestützten Vergleich von Krebs befallenen Gewebes erhoffen sich Forscher und Mediziner höhere Genauigkeiten bei der Prognose, besser auf den Patienten abgestimmte Therapiepläne und vielleicht sogar die Entdeckung neuer Medikamente.

Zur Vorbereitung auf die computergestĂĽtzte Analyse werden in hauchdĂĽnne Scheiben geschnittene Gewebeproben auf einen Paraffin-Block aufgebracht und anschlieĂźend gescannt. (Quelle: IBM)

Die Kooperation stellt eine Erweiterung des Projekts Help Defeat Cancer in IBMs World Community Grid statt. Bislang wurden dort nur Brust-, Darm-, Hals- und Kopfkrebs erforscht, nun sollen weitere Krebsarten folgen.

Beim World Community Grid handelt es sich um einen virtuellen Supercomputer, der die ungenutzte Rechenzeit der PCs tausender freiwilliger Nutzer in sich vereint. Mitmachen kann jeder, der sich dort als Nutzer registriert und eine als Bildschirmschoner laufende Anwendung herunterlädt und installiert. Dabei kann er wählen, an welchem Grid-Projekt er teilnehmen möchte. Außer an dem neuen Krebsforschungsprojekt kann man sich auch an der Erforschung von Medikamenten gegen AIDS oder das Dengue-Fieber beteiligen.

Drei der Projekte laufen im bewährten Client für verteiltes Rechnen BOINC (Berkeley Open Infrastructure for Network Computing), der auch für die Verteilung der Aufgabenpakete in anderen Distributed-Computing-Projekten wie SETI@home oder dem Cracken eines SHA-1-Hash verantwortlich zeichnet. (ola)