Schuh-Scanner von General Electric fällt erneut durch

Flugpassagiere in den USA mĂĽssen weiterhin ihre Schuhe ausziehen, wollen sie die Airport-Sicherheitskontrollen passieren. Ein von General Electric entwickelter Schuh-Scanner, der Sprengstoffe aufspĂĽren soll, wurde erneut als untauglich klassifiziert.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Flugpassagiere müssen in den USA weiterhin ihre Schuhe ausziehen, wollen sie die Sicherheitskontrollen an den Airports im Land passieren. Ein von General Electric (GE) entwickelter Schuh-Scanner wurde von der Transportation Security Administration (TSA) jetzt erneut als untauglich klassifiziert. Das bislang am Orlando International Airport in Florida eingesetzte Gerät sei nicht in der Lage, die Minimalanforderungen hinsichtlich der Erkennung von in Schuhen versteckten Sprengstoffen zu erfüllen, teilte die TSA mit. Der Versuch in Orlando werde mit sofortiger Wirkung abgebrochen.

Im Juli hatte die für die Sicherheit im Transportwesen zuständige US-Behörde bereits einem Vorgängermodell des GE-Schuh-Scanners die Zulassung verweigert. Das Gerät sei in der neuen Version zwar deutlich verbessert worden, weise aber immer noch erhebliche Schwächen auf, heißt es in einer TSA-Erklärung. Grundlage für die Zulassungsverweigerung seien die Ergebnisse umfassender Tests gewesen, die das zum Department of Homeland Security (DHS) gehörende Science and Technology Directorate sowie das Transportation Security Laboratory durchgeführt habe.

Beteiligt an dem Schuh-Scanner-Projekt war auch das Unternehmen Verified Identity Pass Inc., das Reisenden im Rahmen des Programms "Clear Registered Travelers" gegen einen Jahresbeitrag von knapp 100 US-Dollar schnellere Eincheck-Vorgänge verspricht. Dazu müssen "Clear"-Kunden zunächst eine weit reichende biometrische Erfassung über sich ergehen lassen: Außer den Abdrücken aller zehn Finger werden auch ihre Iris-Muster gespeichert und für Authentifizierungsvorgänge herangezogen. Zudem müssen alle wichtigen persönlichen Daten angegeben werden.

Clear kann jedoch nicht von jedem in Anspruch genommen werden: Die TSA muss jeden Antrag einzeln bewilligen, was bis zu vier Wochen dauern kann. Dabei werden die Daten unter anderem mit Listen von Terrorverdächtigen abgeglichen. Derzeit nehmen knapp 70.000 Personen am "Clear"-Programm teil und nutzen an den Sicherheitsschleusen von zwölf US-Flughäfen ein spezielles Terminal, das die biometrischen Daten aus einer Chipkarte ausliest und sie mit der Person abgleicht. (pmz)