Philips verringert Anteil an LCD-Joint-Venture mit LG

Kurz nachdem der LCD-Hersteller das beste Quartalsergebnis seit langem bekannt gegeben hatte, setzt Philips seine Ankündigung um und verkauft 13 Prozent der Anteile an dem Joint Venture mit LG.

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Der niederländische Elektronikkonzern Philips verkauft 46,4 Millionen Aktien des gemeinsam mit dem koreanischen Unternehmen LG betriebenen Joint-Ventures LG.Philips LCD. Das entspricht etwa 13 Prozent der Anteile. Eventuell würde im Tagesverlauf über weitere Aktienverkäufe entschieden, teilte Philips am heutigen Mittwoch mit. Mit dem Verkauf erlöst Philips den Angaben zufolge 1,55 Milliarden Euro, aus dem im vierten Quartal ein steuerfreier Gewinn von 500 Millionen Euro zu Buche schlagen soll.

Damit senken die Niederländer ihren Anteil an dem LCD-Hersteller auf unter 20 Prozent. Philips hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, sich aus dem Joint Venture zurückziehen zu wollen. Erst im Juli 2007 war eine Vereinbarung mit LG ausgelaufen, nach der beide Partner ihren Anteil nicht unter 30 Prozent drücken konnten. LG ist weiterhin mit rund 37 Prozent an dem Joint Venture beteiligt.

Das Gemeinschaftsunternehmen hatte den Philips-Konzern in der Vergangenheit mit fortgesetzten Verlusten belastet. Erst im zweiten Quartal des laufenden Jahres konnte der LCD-Hersteller seine Verlustserie beenden. Am gestrigen Dienstag gab das Unternehmen das beste Quartalsergebnis seit über drei Jahren bekannt. Im dritten Quartal verzeichnete LG.Philips einen Umsatzanstieg um 43 Prozent von 2,77 Billionen auf 3,95 Billionen Won (3,1 Milliarden Euro). Das Unternehmen wies ein Nettoergebnis von 524 Milliarden Won (406 Millionen Euro) aus, im Vorjahresquartal hatte LG.Philips noch einen Verlust von 321 Milliarden Won verzeichnet. (vbr)