Autonomes Forschungs-Rechenzentrum auf dem Ozean

Liquid Robotics hat eine weitere Version seiner autonomen Ozean-Roboter vorgestellt: Ein schwimmendes Rechenzentrum, das Daten erfassen und verarbeiten kann.

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Von
  • JĂĽrgen Seeger

Der kalifornische Hersteller Liquid Robotics hat mit seinem Wave Glider SV3 eine verbesserte Version seiner autonomen Ozean-Roboter vorgestellt. Die neuen Systeme gewinnen Energie sowohl aus der Wellenbewegung des Meeres als auch durch Solarpanel. Sie erfassen Wasser- und Wetterdaten und sind in der Lage, diese onboard zu verarbeiten, zu speichern und via Satellit zu ĂĽbermitteln.

Antrieb durch Sonnen- und Wellenenergie: Wave Glider SV3

(Bild: Liquid Robotics)

Gegenüber dem Vorgängermodell zeichnet sich der SV3 unter anderem durch mehr Rechenleistung aus, sodass die erfassten Daten onboard vorverarbeitet werden können und so die zu übermittelnde Datenmenge sinkt. Zudem gibt es die Möglichkeit, gleichzeitig verschiedene Erfassungssysteme unterzubringen, sodass mit einem Wave Glider mehrere Kunden bedient werden können. Der Hersteller bezeichnet dies mit dem Begriff "datacenter@sea". Die SV3-Systeme sollen im dritten Quartal 2013 verfügbar sein.

Liquid Robotics hatte 2012 den Guiness-Rekord für die längste von einem Roboter auf der Erdoberfläche zurückgelegte Strecke gebrochen. Der Wave Glider SV2 Papa Mau hatte auf dem Weg von San Franzisko nach Australien 9000 Meilen zurückgelegt und dabei wissenschaftliche Daten erfasst. Vom SV2 wurden bereits einige Hundert Exemplare verkauft, Kunden sind Forschungseinrichtungen, Universitäten. Öl- und Erdgas-Unternehmen sowie die NASA. Der Chief Software Architect der Firma ist in IT-Kreisen wohlbekannt: Es handelt sich um den Java-Erfinder James Gosling.

(js)