Cebit

27 Millionen Deutsche erledigen Behördenkontakte online

Im ersten Quartal 2007 nutzten 43 Prozent der Deutschen im Alter ab 16 Jahren das Internet, um Behördengänge zu erledigen, sich Formulare herunterzuladen oder um Informationen auf den Webseiten ihrer Gemeinden zu suchen.

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Die Deutschen nehmen den Kontakt zu Behörden zunehmend über das Internet auf: Rund 27 Millionen Bundesbürger im Alter zwischen 16 und 74 Jahren gingen im ersten Quartal 2007 online, um Behördengänge zu erledigen, sich Formulare herunterzuladen oder um Informationen auf den Webseiten ihrer Gemeinden zu suchen. Das teilt das Statistische Bundesamt in Wiesbaden anlässlich der bevorstehenden CeBIT mit. Die Nutzerzahl des "E-Government" entspricht laut Mitteilung einem Anteil von 43 Prozent an der Bevölkerung. Im Jahr 2006 betrug dieser bei Privatpersonen ab 10 Jahren 28 Prozent.

Deutschland liege damit weit über dem Durchschnitt aller EU-Länder, der 30 Prozent beträgt, aber auch klar unterhalb des Spitzenreiters Dänemark. Dort erledigen 58 Prozent der Einwohner ihre Behördengänge virtuell. Auf den Plätzen folgen die Niederlande mit 55 Prozent und Schweden mit 53 Prozent. EU-weit kommunizierten die Männer zu 33 Prozent mit den Behörden, Frauen zu 28 Prozent; das Geschlechterverhältnis gilt in 18 von 26 EU-Ländern (ohne Malta). In acht der zehn Beitrittsländer in Mittel- und Osteuropa nutzten Frauen häufiger oder zumindest genauso oft wie die Männer das Internet für den virtuellen Behördengang. (anw)