Europäisches Rundfunknetz startet im April
Ein Netz aus insgesamt 16 Rundfunkanstalten will täglich 30 bis 60 Minuten Nachrichten, Interviews und Direktübertragungen zum politischen und gesellschaftlichen Geschehen in der EU senden.
Menschen in 13 europäischen Ländern bekommen von April an ein gemeinsames Radioprogramm. Das Netz aus insgesamt 16 Rundfunkanstalten soll täglich 30 bis 60 Minuten Nachrichten, Interviews und Direktübertragungen zum politischen und gesellschaftlichen Geschehen in der EU senden, sagte die zuständige EU-Kommissarin Margot Wallström heute in Brüssel. Von deutscher Seite nimmt die Deutsche Welle an dem Programm teil.
Die Kommission hatte nach den Angaben im Dezember vergangenen Jahres mit dem – von der Deutschen Welle und von Radio France Internationale (RFI) koordinierten – Konsortium einen Vertrag über jährlich 5,8 Millionen Euro abgeschlossen. Wallström betonte, dass die redaktionelle Unabhängigkeit der Sender garantiert sei. Die Zusammenarbeit soll durch Brüssel für fünf Jahre unterstützt werden. Das Konsortium sei für weitere Anstalten offen. Von Juli 2008 ist geplant, ein gemeinsames Internetportal online zu schalten.
Deutsche-Welle-Intendant Erik Bettermann hob in BrĂĽssel hervor, dass das Projekt die Chance biete, den BĂĽrgern die kulturelle Vielfalt Europas zu vermitteln. (dpa) / (anw)