Chipkartenhersteller Sagem Orga setzt auf Indien

Syscom, Tochter des weltweit größten SIM-Kartenherstellers, kündigte bei der Eröffnung einer Chipkarten-Produktionsanlage in der indischen Sonderwirtschaftszone Noida "erhebliche Investitionen in Indien" in den kommenden zwei Jahren an.

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  • dpa

Einer der weltweit größten Hersteller von SIM-Karten, Sagem Orga, setzt angesichts wachsender Nachfrage nach Mobiltelefonen auf Indien. "Allein für 2008 erwarten wir am indischen Markt einen SIM-Karten-Bedarf von etwa 250 Millionen Stück, und bis 2010 sogar an die 500 Millionen Stück", sagte Sanjeev Shriya, Chef der Sagem-Orga-Tochter Syscom Corporation Limited, laut einer Mitteilung. Syscom kündigte bei der Eröffnung einer Chipkarten-Produktionsanlage in der indischen Sonderwirtschaftszone Noida "erhebliche Investitionen in Indien" in den kommenden zwei Jahren an.

Syscom kann den Angaben zufolge mit dem neuen Standort seine Gesamtproduktionskapazität auf 200 Millionen Karten pro Jahr erhöhen. Neben Indien solle die Anlage auch den Markt von Sagem Orga in Südostasien, dem Nahen Osten und Afrika abdecken. "Die Telekommunikationsbranche in Indien befindet sich im Wandel – bei einer Wachstumsrate der Mobilteilnehmerzahl um 65 bis 70 Prozent jährlich ist jetzt der beste Zeitpunkt, am indischen Markt aktiv zu werden", erklärte Sagem-Orga-Vorstandschef Patrick Samier.

Syscom wurde 1996 gegründet und ist laut Sagem Orga seit der Einführung der Mobiltelefonie in Indien der führende SIM-Karten-Hersteller des Landes. Das Unternehmen halte einen Anteil von 40 bis 45 Prozent am indischen Markt. Die frühere Bundesdruckerei-Tochter Orga war nach mehreren Besitzer-Wechseln 2005 vom französischen Safran-Konzern übernommen worden. Sagem Orga mit Sitz in Paderborn beschäftigt weltweit mehr als 1600 Mitarbeiter. (dpa) / (jk)