Microsoft soll ebenfalls an Smartwatch arbeiten
Nach einem Bericht des Wall Street Journal haben die Redmonder mit der Entwicklung einer (neuen) Smartwatch begonnen.
Microsoft will den aktuellen Smartwatch-Boom nutzen und ein eigenes Modell mit Touchscreen entwickeln. Dies meldet das Wall Street Journal unter Bezug auf angebliche Anfragen der Redmonder an asiatische Zulieferfirmen. Das Unternehmen lehnte bislang jede Stellungnahme zu dem Thema ab.
Für Microsoft ist das Feld nicht wirklich neu. Bereits auf der CES 2004 präsentierte das Unternehmen Uhren mit sogenannter "Smart Personal Objects Technology " (SPOT), die später von Fossil und Suunto vertrieben wurden. Diese Smartwatches waren mit Funkchips ausgestattet, die über UKW vom Dienst "MSN Direct" Neuigkeiten aus Politik, Sport, Wirtschaft und Wetter empfingen. Auch Text-Mitteilungen ließen sich von einem Rechner über den MSN Messenger an die Uhren schicken. Der Service kostete knapp 10 US-Dollar im Monat beziehungsweise 60 US-Dollar im Jahr.
Bereits bei der damaligen Präsentation fielen jedoch die Beschränkungen von SPOT auf: So funktionierte die Datenübertragung zu den Uhren nur in rund 100 ausgewählten städtischen Bereichen in Nordamerika. Wollte man von einer in eine andere Stadt reisen und während der Fahrt etwa Staumeldungen erhalten, musste man die Route offenbar zuvor am Rechner planen und dem Dienst melden. An einen Einsatz der SPOT-Uhren mit Datenübertragung außerhalb von Nordamerika war überhaupt nicht zu denken. Zudem lag die Akkulaufzeit der Uhren nach US-amerikanischen Testberichten bei lediglich rund 2 bis 3 Tagen.
2006 kam noch einmal eine zweite Generation von SPOT-Uhren auf dem Markt, bevor 2008 die Produktion komplett gestoppt wurde. Das Projekt aber erst offiziell im vergangenen Jahr mit der Abschaltung der UKW-DatenĂĽbertragung von MSN Direct eingestellt. (nij)