Ver.di plant zum ersten CeBIT-Tag Warnstreiks
Nachdem auch die vierte Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern des Bundes und der Kommunen kein Ergebnis brachte, plant die Gewerkschaft Warnstreiks, von dem auch der öffentliche Personennahverkehr in Hannover betroffen sein könnte.
Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ruft für kommenden Dienstag, den ersten Tag der Computermesse CeBIT, zu einem weiteren Warnstreik auf. Das geht aus einer Mitteilung des Landesverbands Niedersachsen-Bremen hervor. Von dem Warnstreik betroffen sein werden demnach Krankenhäuser, Kindertagesstätten, die Müllabfuhr, Kommunalverwaltungen, Sparkassen und Nahverkehrsbetriebe in ganz Niedersachsen und Bremen. Der öffentliche Personennahverkehr in Hannover war bereits am vergangenen Freitag bestreikt worden.
Die "wichtigste Wirtschaftsveranstaltung Hannovers" könne damit zum Streikschauplatz werden, befürchtet die Üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG, die damit die CeBIT meint. Ob und wie weit der öffentliche Personennnahverkehr in Hannover zum ersten CeBIT-Tag von dem Warnstreik betroffen ist, ist noch nicht klar. heise online liegt noch keine Stellungnahme von ver.di vor. Die Üstra versucht nach eigenen Angaben in Gesprächen mit ver.di Warnstreiks abzuwenden.
Die vierte Verhandlungsrunde in Potsdam sei gestern ohne Annäherung verlaufen, teilt ver.di mit. Arbeitgeber des Bundes und der Kommunen hätten "auf stur geschaltet". "Ihre Ankündigung, nun auch die Arbeitszeitregelung zu kündigen, ist eine verschärfte Provokation und wird von uns als Kampfansage verstanden. Längere Arbeitszeiten verbauen den Auszubildenden Zukunftschancen und vernichten Arbeitsplätze", erläutert ver.di-Landesleiter Siegfried Sauer seinen Standpunkt. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 6. und 7. März statt. (anw)