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Ver.di nimmt bei Warnstreik Rücksicht auf die CeBIT

Der öffentliche Personennahverkehr wird zwar am kommenden Dienstag in Hannover bestreikt, doch der Warnstreik soll aus Rücksicht auf die CeBIT zwei Stunden vor Eröffnung der Messe beendet werden.

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Die Beschäftigten des hannoverschen Nahverkehrsbetriebs Üstra werden am kommenden Dienstag, dem 4. März, von 3:00 Uhr bis 7:00 morgens in einen Warnstreik treten. Diese Entscheidung wurde laut Mitteilung zwischen der betrieblichen Arbeitskampfleitung und der ver.di-Landesleitung heute Mittag abgestimmt. Die Entscheidung der Streikleitung nehme dabei Rücksicht auf den Beginn der CeBIT in Hannover. Das Messegelände ist an den CeBIT-Tagen von 9:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Allerdings könne es nach dem vierstündigen Warnstreik zu Verzögerungen kommen, räumt die Gewerkschaft ein.

Die Beschäftigten der Nahverkehrsbetriebe seien bereit, sich auf eine längere Streikauseinandersetzung einzustellen. ver.di geht davon aus, dass sich am 4. März noch weitere Nahverkehrsbetriebe in Niedersachsen am Warnstreik beteiligen. ver.di-Landesleiter Siegfried Sauer verbindet die Rücksichtnahme mit einer Forderung an den Kommunalen Arbeitgeberverband, sich von seinen Arbeitszeitverlängerungsplänen zu verabschieden. "Sie müssen dafür sorgen, dass der niedersächsische Tarifvertrag für den Nahverkehr an den Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes angekoppelt wird." Die Gewerkschaft hoffe, dass auch Hannovers Oberbürgermeister und der Regionspräsident dieses Zeichen verstehe.

Die Üstra hatte nach der Streikankündigung beklagt, Hannovers wichtigste Wirtschaftsveranstaltung könne zum Streikschauplatz werden. Der öffentliche Personennahverkehr in Hannover war bereits am vergangenen Freitag bestreikt worden. (anw)