Der Blackberry ist männlich
Die Mobilkom Austria verweist in ihrer Studie zur Nutzung des E-Mail-Smartphones auf die Empfehlungen von Arbeitspsychologen: Pausen machen und Abends und an Wochenenden gezielt abschalten, um Burn-outs vorzubeugen.
Das E-Mail- und Internet-Smartphone Blackberry ist ein Gerät männlicher Führungskräfte mit hohem Bildungsgrad. Dies hat eine Umfrage von GfK Austria unter 600 österreichischen Blackberry-Usern ergeben, deren Ergebnisse von Mobilkom Austria präsentiert wurden. In Österreich bieten neben der Mobilkom auch T-Mobile sowie alsbald One (Orange) Blackberrys an. Zirka 80.000 der kanadischen Geräte wurden in dem Land seit Jänner 2004 verkauft. Psychologen erinnern an den Ausschaltknopf.
89 Prozent der Nutzer sind männlich, über 71 Prozent sind 30 bis 49 Jahre alt. 43 Prozent haben eine Universität oder Fachhochschule abgeschlossen, weitere 33 Prozent zumindest Matura (Abitur). 45 Prozent sind selbstständig, weitere 42 unselbstständig in leitender Funktion tätig.
90 Prozent der Befragten nehmen die mobile E-Mail-Nutzung als effizienzsteigernd wahr, 92 Prozent sehen ihre Flexibilität gesteigert. Mehr als die Hälfte (52 Prozent) empfindet mehr Lebensqualität, wobei dieser Wert unter den spärlich gesäten weiblichen Inhabern noch höher ausfällt (69 Prozent). Als Nachteil gilt die oft empfundene Verpflichtung zu einer sofortigen Antwort.
Drei Viertel der Befragten rufen auch von zu Hause regelmäßig Firmenmails ab, 72 Prozent arbeiten zumindest regelmäßig am Abend von zu Hause aus. Auch für das Wochenende sinkt dieser Wert nicht unter 60 von hundert. Immerhin 39 Prozent geben an, dass ihnen ihr Gerät einen früheren Büroschluss ermöglicht. Die Mobilkom verweist auf die Vorbildwirkung der Führungskräfte und die Empfehlungen von Arbeitspsychologen: Pausen machen und Abends und an Wochenenden gezielt abschalten, um Burn-outs vorzubeugen.
Zur Freude der Mobilfunk-Netzbetreiber verwenden gut drei Viertel der Blackberry-Inhaber ihr Gerät auch im Ausland, was angesichts der Datenroamingtarife und –taktungen ein einträgliches Geschäft sein dürfte. (Daniel AJ Sokolov) / (jk)