EU-Mitgliedstaaten wollen Stromverbrauch durch Stand-by-Betrieb einschränken
Der Ökodesign-Regulierungssauschuss der EU hat eine von der EU-Kommission vorgeschlagene Verordnung gebilligt, nach der der Stromverbrauch im Stand-by-Betrieb von Haushalts- und Bürogeräten bis 2020 um fast 75 Prozent gesenkt werden soll.
Auf der Sitzung des Ökodesign-Regulierungsausschusses haben die EU-Mitgliedstaaten eine Verordnung der EU-Kommission zur Senkung des Stromverbrauchs von Haushalts- und Bürogeräten im Stand-by-Betrieb gebilligt. Die EU-Kommission hatte die Verordnung im Juni vorgelegt. Sie sieht vor, dass der Stromverbrauch im Stand-by-Betrieb in der EU bis 2020 um fast 75 Prozent reduziert werden soll. Derzeit beträgt dieser fast 50 TWh pro Jahr, geht aus einer Mitteilung hervor.
Die Stand-by-Verordnung gilt für alle in Haushalten und Büros verwendeten Elektrogeräte wie Fernseher, Computer und Mikrowellengeräte. Je nach Funktionsumfang des Produkts ist in ihr für den Stand-by-Betrieb im Jahr 2010 eine maximal zulässige Leistungsaufnahme von entweder 1 oder 2 Watt festgelegt. Ab 2013 liegt der maximal zulässige Wert bei 0,5 beziehungsweise 1 Watt – nach Meinung der EU-Kommission nahe an Werten, die mit der besten verfügbaren Technik erreicht werden können. Die Kommission rechnet mit einer jährlichen Einsparung von 14 Millionen Tonnen CO2-Emissionen.
Die Stand-by-Verordnung wird nun vom Europäischen Parlament geprüft und soll noch in diesem Jahr offiziell von der Kommission verabschiedet werden. In den nächsten Monaten sollen Ökodesign-Regelungen für andere Produktgruppen folgen. (anw)