Sanyo verhandelt mit Kyocera über Verkauf der Mobilfunksparte

Beide Unternehmen haben eine grundsätzliche Übereinkunft getroffen und wollen den Verkauf bis Ende des Jahres über die Bühne bringen. Kyocera bietet Berichten zufolge rund 420 Millionen Euro für Sanyos Mobilfunkgeschäft.

vorlesen Druckansicht 4 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.

Der Verkauf der Handy-Sparte von Sanyo an Kyocera kommt voran. In der vergangenen Woche erzielten beide Unternehmen eine grundsätzliche Übereinkunft und Sanyo führt die Verhandlungen über einen Verkauf nun exklusiv mit Kyocera. Unbestätigten Quellen zufolge soll Kyocera rund 70 Milliarden Yen (420 Millionen Euro) bieten. Bis Ende des Jahres soll die Transaktion abgeschlossen werden. Sanyo will sich im Zuge der laufenden Restrukturierung von der Mobilfunksparte trennen. Das von Verlusten geplagte Unternehmen will sich auf Solartechnik und Akkus konzentrieren.

Den Verkauf des Mobilfunkgeschäfts hatte das Unternehmen Berichten zufolge erstmals im vergangenen Jahr ins Auge gefasst, nachdem eine geplante Kooperation mit Nokia von den Finnen abgesagt worden war. Im November 2006 hieß es, die Sparte solle auf Druck von Großaktionären möglichst schnell verkauft werden, ohne dass es allerdings dazu kam. Nach einem Führungswechsel im April 2007 wurden die Verkaufspläne vom neuen Präsidenten Seiichiro Sano wieder forciert. Als Interessent galt neben Kyocera auch der Sharp-Konzern, der als größter Handyhersteller Japans ein Großabnehmer von Sanyos Akku-Sparte ist.

Der Verkauf der Mobilfunksparte einschließlich Wimax-Technik ist Teil eines auf drei Jahre angelegten Restrukturierungsplans, der eine Trennung von unprofitablen Tochtergesellschaften, Werksschließungen und den Abbau von 15 Prozent der Arbeitsplätze vorsieht. Zuvor hatte Sanyo bereits die Halbleitersparte getrennt ausgegliedert und zum Verkauf gestellt und andere Geschäftsbereiche wie das TV-Geschäft neu geordnet. (vbr)