LKA Mecklenburg-Vorpommern: Website "Sicheres Internet" erfolgreich
Über die Website kann man Behörden auf Internet-Seiten mit kriminellem Inhalt hinweisen. Jährlich gingen zwischen 300 und 400 Meldungen ein, hieß es beim LKA.
Die Webseite der Initiative Sicheres Internet in Mecklenburg-Vorpommern, über die man die Behörden auf Seiten mit kriminellem Inhalt hinweisen kann, hat sich nach Einschätzung des Landeskriminalamts bewährt. Jährlich gingen zwischen 300 und 400 Meldungen ein, teilte der Chef des Landeskriminalamts, Ingmar Weitemeier, mit. Gestartet wurde die Initiative des Amts und des Datenverarbeitungszentrums (DVZ) Schwerin im Jahr 2001. Dabei geht es um das Aufdecken von Delikten wie Kinderpornografie, Extremismus, Computerkriminalität sowie Software- und Datenpiraterie.
Im vergangenen Jahr habe es fast eine Verdopplung der Zugriffszahlen auf die Seite und auch der Anzeigen gegeben, hieß es weiter. DVZ-Geschäftsführer Hubert Ludwig erklärte dazu, das Internet werde immer umfangreicher, und die Nutzer seien sensibler geworden. Eine Rolle bei der Zunahme der Hinweise spiele sicher auch die gewachsene Zahl bekannt gewordener Straftaten im Internet.
Weitemeier betonte, jeder Hinweis werde geprüft. Eine Meldung könne auf Wunsch auch anonym gegeben werden. Strafrechtlich relevant seien die Webseiten-Inhalte nur in 30 bis 40 Prozent der gemeldeten Fälle. Aber das sei zweitrangig. "Wir prüfen lieber zehnmal zu viel als einmal zu wenig." Auch im Internet sei eine Kultur des Hinsehens nötig. Im vergangenen Jahr hätten die Kriminalisten im Land durch Hinweise, die via isinet-mv kamen, eine konkrete Untersuchung zu Kinderpornografie eingeleitet. (dpa) / (jk)